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Impulse zum Weiterkommen

Kalenderwoche 53

 

Offenbarung 21,4 Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen.«[...] 6 Dann sagte er zu mir: »Nun ist alles erfüllt. Ich bin das A und das O, der Ursprung und das Ziel ´aller Dinge`. Wer Durst hat, dem werde ich umsonst von dem Wasser zu trinken geben, das aus der Quelle des Lebens fließt.

 

Silvester kommt bald, wir feiern den Beginn eines neuen Jahres. Oder feiern wir, dass 2020 vorbei ist?

Wie dem auch sei, diese Tage im Jahr eignen sich doch sehr gut dazu, einmal einen Schritt zurück zu machen und darüber nachzudenken wo man im Leben gerade steht.

Auf einem Hügel hat man eine hervorragende Aussicht auf mein Heimatdorf. Hier bin ich nicht mitten im Geschehen drin, sondern sehe das große Ganze. Dieses Dorf ist wie eine symbolische Zeitleiste für mich: das Haus der Großeltern, zu dem früheste Erinnerungen dazu zählen (1) , dem in der Jugend oft benutzten Fußballplatz (2), Das Haus meines besten Kumpels, mit dem ich heutzutage viel unternehme (3) , Baustellen, die Mann in meinem Leben durch aus auch wieder findet (4) bis hin zum Friedhof (ganz rechts).

Dieser Anblick erinnert mich daran, dass Gott nicht nur den Blick für das dreidimensionale hat, so wie ich das Dorf sehe. Er sieht die ganze Zeit relativ. Er hat Lebens Anfang und Lebensende gleichermaßen im Blick, sowie alles zwischendrin. Er weiß genau was passiert und was noch kommt. Nicht nur was war.

Im Buch der Offenbarung gibt er uns sogar einen Blick nach vorne, bis in die Ewigkeit.

Was ist wirklich wichtig? Wofür lohnt es sich zu leben?

Ich mache mir so viele Gedanken und häufig Sorgen um Dinge, die in der Ewigkeit überhaupt keine Relevanz haben. Gott verspricht uns in der Offenbarung, dass er jede Träne abwischen wird. Wir werden, sofern wir unser Leben ihm gegeben haben, alle unsere tiefsten Sehnsüchte in seiner Nähe gestillt bekommen.

Ich bin sehr froh darüber, dass Gott mich daran immer wieder erinnert, dass das beste noch kommt. Dass ich mir keine Sorgen machen muss, sondern Hauptsache auf ihn vertrauen darf.

Für ihn lohnt es sich zu leben, in der Beziehung zu ihm Tag für Tag Kraft zu holen.

 

Daniel Schweigler

Kalenderwoche 52

In den letzten Tagen habe ich das Buch Maleachi gelesen. Es ist gewissermaßen das Finale des Alten Testaments, die letzten Worte, bevor die Israeliten über 400 Jahre lang Gottes Stimme nicht mehr hören.

 

Heute leben wir in einer Zeit, in der wir doch gerne einmal die Aussage hören: ich bin ein guter Mensch, was kann Gott denn gegen mich haben?

Ich persönlich habe auch Freunde, die eine sehr hohe Moral haben, anständig sind, zuvorkommend, freundlich, und trotzdem nichts von Gott wissen möchten. Was kann Gott denn gegen diese Menschen haben?

 

Mal 3:13: "»Ihr habt mich mit euren Worten beleidigt«, spricht der Herr. »Doch ihr fragt: `Was haben wir denn gegen dich gesagt?´"

 

Dieser beispielhafte Vers zeigt, dass die Menschen auch damals gedacht haben, sie sind doch echt in Ordnung. Sie wollten nicht auf Gott hören, konnten nicht mal erkennen was sie falsch machen. Gott stellt sie zur Rede, sagt dass sie ihn beleidigt haben. Sie realisieren nicht einmal, was sie gemacht haben.

In diesem Buch finden wir einige Beispiele dieser Sorte.

 

Mich fordert dieses Buch heraus, auch Menschen, die einen hohen moralischen Standard haben, in Liebe ehrlich und offen gegenüber zu sein was das Evangelium angeht. Auch sie brauchen Gott, egal wie gut sie sind. Offenbar kommt man als Mensch durchaus in die Situation, dass man den Willen Gottes nicht mehr erkennen kann. Als Christen sind wir Botschafter Gottes und dürfen Gottes wunderbare rettende Botschaft auch denjenigen weitergeben, die scheinbar ganz in Ordnung sind.

Ich habe Freunde, Arbeitskollegen, Bekannte bei denen ich genau weiß, dass ich mich von Gott als Zeugnis gebrauchen lassen darf. Deshalb bete ich, dass er mir neue Gelegenheiten schenkt auch Ihnen gegenüber auf eine gute Art und Weise auf Gott hinzuweisen. Gerade jetzt, an Weihnachten, wenn sich diese Menschen für dieses wunderbare Fest interessieren.

 

Daniel Schweigler

Photo by Lubo Minar on Unsplash

Kalenderwoche 51

 

„All eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“  1 Petrus 5,7

 

Da sind sie wieder, die Sorgen! Unbemerkt kreisen meine Gedanken nur noch um ein Thema, alles andere wird verdrängt. Diese ungebetenen Gäste kommen, wann sie wollen, und machen keine Anstalten wieder abzureisen. Sie fühlen sich gleichermaßen wohl in der Vorstadtvilla wie in der kleinen Dachzimmerwohnung.

 

Und ich glaube, es geht nicht nur mir so.

 

Auch wenn Gastfreundschaft eine christliche Tugend ist, diese Gäste setzen wir lieber vor die Tür! Was sich leicht sagt, aber für mich – auch nach vielen Jahren auf dem Weg mit Jesus – eine ziemliche Herausforderung sein kann. Denn die Sorgen, die sind so echt. Ob klein oder groß – sie haben mit mir zu tun, mit meiner Person, mit meiner Sicht der Dinge. Und ich fühle mich missverstanden, wenn jemand sie klein reden will. Für mich sind sie nicht klein!

 

Natürlich kann ein Gespräch mit meinem Mann, mit einer Freundin helfen, die Sorgen besser einzuordnen und eine neue Perspektive zu bekommen, etwas auszusprechen kann auch Abstand schaffen. Es gibt aber nur Einen, der der Sorgen Herr werden kann, weil Er der Herr ist: Jesus. Ich bin eingeladen, meine Sorgen auf ihn zu werfen, und Er nimmt sie gerne. „Gib sie mir!“ ruft Er mir zu – bittend, flehend. Er will nicht, dass ich sie weiter mit mir herumtrage, nein, er will mich davon befreien, mir Frieden ins Herz schenken. Da kann ein gemeinsam gesprochenes Gebet eine Hilfe sein, und meist ist das auch konkreter, als wenn ich alleine bete. Ich schreibe manchmal die Sorgen auf – und zerreiße dann das Blatt vor Jesus. Wer will, kann ein eigenes Ritual suchen.

 

Und die ganz großen Sorgen? Wenn der Grund für die Sorgen ein übergroßes Problem ist, das einen dunklen Schatten auf meine Existenz wirft und sich nicht so schnell aus der Welt schaffen lässt?

 

Dann ist es meine Erfahrung, dass wir nicht – schwupp – die Sorgen bei Jesus abladen und fröhlich zur Tagesordnung übergehen können. Wir müssen Ihm auch nichts vormachen – Er weiß, wie es uns geht. Und dann will Er einfach für uns da sein und uns helfen die Last zu tragen. Und noch viel mehr – er will uns tragen, uns die Kraft geben für den nächsten Schritt.

 

Eins der bekanntesten Adventslieder Paul Gerhardts*, vor über 300 Jahren in einer notvollen Zeit geschrieben, singt mir heute noch Mut ins Herz:

 

Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer,

bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr;

seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür;

der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier.          

Und es wird Weihnachten – vielleicht nicht so, wie wir es gewohnt sind; manches wird uns dieses Jahr schmerzlich fehlen, und mehr Menschen als sonst werden mit handfesten Sorgen zu kämpfen haben. Und dennoch: Wir haben die Hilfe vor der Tür. Lassen wir Jesus vor der Tür stehen, oder lassen wir Ihn in unser Leben herein?

 

Lyn Kirschmann, Advent 2020

* Wie soll ich dich empfangen, Evang. Gesangbuch Nr. 11

Photo by Evelyn Clement on Unsplash

Kalenderwoche 50

 

 

"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde." Prediger 3,1 (Lutherbibel 2017)

 

 "Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen." Psalm 31, 15-16 (Lutherbibel 2017)

 

Der beliebteste Satz von mir, aber auch von vielen anderen ist: "Dafür habe ich keine Zeit!". Gerade in der Vorweihnachtszeit ist Zeit das absolut knappste Gut. Je mehr Ruhe wir bräuchten, desto weniger Zeit haben wir meistens und auch die Hektik zieht ein.

Von langer Hand geplant hatte ich mir in der Adventszeit für eine Woche Urlaub genommen. Mit meinem Vater wollte ich weg fahren, in Zeiten von Corona unmöglich. Stattdessen gab es Urlaub zu Hause. Und gerade da klopfte dieser Vers an mein Herz. So sehr ich Urlaub liebe, wenn wir weggefahren wären hätten wir die Zeit für Sightseeing, Shopping und Vieles andere genutzt. Hier zu Hause ist es besser möglich Gott zu fragen, was er mit meiner Zeit anstellen möchte.

 

Die beiden Bibelverse stehen in zwei völlig unterschiedlichen Kontexten. Im Predigertext geht es darum, dass es für alles im Leben die richtige Zeit gibt, auch für die unangenehmen Dinge. Außerdem wird deutlich, dass Gott die Allmacht über all diese Zeiten hat und er bestimmt, wann die richtige Zeit für welchen Abschnitt unseres Lebens ist. Der Text fordert mich auf, auf Gott und seine Gnade zu vertrauen, anstatt mich sinnlos abzumühen.

Im Psalm von David geht es um eine viel größere Bedrohung. David fühlt sich bedrängt und verleugnet von Anderen, er fürchtet um sein Leben. Er legt seine Lebenszeit in Gottes Hände und vertraut darauf, dass Gott ihn am Leben lässt, aus Gnade.

Was beide Verse für mich vereinen, ist die Tatsache, dass meine Zeit Gott gehören sollte. Er alleine weiß, wie viel Zeit im Leben ich zur Verfügung habe und er weiß auch, wie diese Zeit gefüllt ist. Und durch das Wissen, dass meine Zeit begrenzt ist wächst in mir die Sehnsucht Gott meine Zeit zur Verfügung zu stellen. Ich will meine Zeit nutzen, um Gott nah zu sein, ihn und sein Wesen besser kennen zu lernen. Ich möchte ihn fragen, wie ich dabei helfen kann an seinem ewigen Reich zu bauen. Meine Zeit ist kostbar, deswegen will ich sie auch wertvoll nutzen.

 

Ich lade dich ein, gerade im Advent, über deine Zeit nachzudenken. Corona bietet uns die Möglichkeit diese Zeit ganz ohne Weihnachstfeiern, Weihnachtsmarktgetümmel und ähnliches zu verbringen. Gott hat dir und mir seinen Sohn aus lauter Gnade geschenkt. Seine Menschwerdung zu feiern, darauf will ich mich im Advent vorbereiten.

 

Nina Freiburg

Photo by Jon Tyson on Unsplash

Kalenderwoche 49

 

Advent!

Duden (Herkunft): mittelhochdeutsch advent(e) < lateinisch adventus = Ankunft, zu: advenire = ankommen; sich ereignen.

Es ist die Zeit, in der die Christenheit sich auf die Ankunft von Jeus vorbereitet.

Vorbereiten worauf? Aus der Perspektive der Juden vor Jesus Geburt gesehen haben auch Sie auf Jemand gewartet, denn es gibt über 300 in Jesus erfüllte Prophezeiungen (http://cmmd.abcde.biz/332/332.pdf)

 

Zwei hieraus:

 

Micha 5,2-3
Doch du Bethlehem in Efrata,   / so klein unter den Hauptorten Judas: / Aus dir soll der hervorgehen, / der mein Herrscher über Israel wird!   / Sein Ursprung liegt in der Vorzeit, / sein Anfang in der Ewigkeit.

 

Jesaja 9,5
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt; / das wird der künftige Herrscher sein. / Gott hat ihm seinen Namen gegeben: / wunderbarer Berater, / kraftvoller Gott, / Vater der Ewigkeit, / Friedensfürst.

 

Wir sehen, die Juden haben auf die Ankunft des Messias, ihren Erlöser, Retter gewartet.

Unser Advent heute ist mehr eine Vorbereitung auf Weihnachten, die Erinnerung daran, dass Jesus gekommen ist.

 

Wie bereitest Du dich vor? Was ist Dir wichtig? Was sind deine Absichten hinter dem Fest?

Ein nostalgischer Rückblick mit romantischen Geschichten, wie man sie sich an Weihnachten halt erzählt? Geschenke? Familien Fest?

Alles grundsätzlich nicht verkehrt. Aber! Ich fordere Dich heute dazu auf, Advent, die Vorbereitungszeit auf Jesus Ankunft im Hinblick seiner 2. Ankunft zu nutzen und zu sehen. Jesus kommt wieder, bist du bereit? Bist du vorbereitet? Stimmen deine Absichten?

 

Photo by JESHOOTS.COM on Unsplash

Kalenderwoche 48

 

"Die Knaben werden müde und matt, und die Jünglinge fallen, aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden."
Jesaja 40,31

 

Nach einem sehr erfüllten Wochenende war ich ziemlich frustriert. Die Aussicht auf die neue Woche war gerade beruflich nicht besonders rosig und auch im privaten Bereich fing es an zu rumoren. Auf der Suche nach einem Vers der die Woche unter ein anderes Motto stellen könnte, stieß ich auf diesen Vers im Buch Jesaja. Ein Buch, dass eigentlich geprägt ist durch unheilvolle Androhungen an das Volk Gottes, aber mittendrin auch diese geniale Zusage enthält.

 

Durchhalten wird belohnt. Die, die wirklich auf den Herrn harren, die werden ernten können. Tolle Bilder entstehen beim Lesen in meinem Kopf. Ich kann mir regelrecht vorstellen, wie das was mich zu Boden ringt leicht wird. Die Sorgen des Alltags werden leichter und leichter, bis auch ich so leicht bin, dass ich wieder näher bei Gott sein kann, mich auf seinen Flügeln tragen lassen darf. Und wie faszinierend wäre erst die Vorstellung, dass ich laufen kann, Berg auf, Berg ab, Kilometer um Kilometer und nicht müde werde.

 

Da war ich nun mit dieser Zusage, die mich wirklich ansprach und trotzdem waren meine Beine schwer und die Sorgen drückten. Einem weiteren Impuls folgend ging ich intensiv ins Gebet, ich hörte Lobpreis und sang aus Leibeskräften mit und ich sinnierte über diesen Vers, immer und immer wieder, rief mir die Bilder ins Gedächtnis.

Mittlerweile fühle ich mich gestärkt, auch wenn sich an der Grundsituation nichts geändert hat, denn Gott hat in mein Leben gesprochen. Wenn wir wirklich auf Gott harren, seine Gegenwart suchen, unser Herz öffnen, dann kann er uns berühren. Er kann uns stärken mit dem Wasser aus der Quelle des Lebens, das vielleicht auch in deiner Woche einen bunten Streifen hinterlassen kann. Damit auch du federleicht wirst, voller Kraft und ohne Müdigkeit. Ich lade dich ein, dich nach dem auszustrecken, was Gott für dich in dieser Woche bereit hält.

 

Nina Freiburg

Photo by alex zeng on Unsplash

Kalenderwoche 47

 

"Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten" (Lukas 24,15+16)

 

Wir Menschen sind soziale Wesen und deshalb - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß - geneigt, das, was uns innerlich bewegt, mit anderen zu besprechen. Das ist so in uns angelegt und ganz sicher hat Gott uns unser Sprach- und Hörvermögen auch zu diesem Zweck gegeben.

 

Auf der anderen Seite haben sicher viele von uns schon erlebt, was hier von den Emmaus-Jüngern berichtet wird: Zwar redeten und besprachen sie sich wohl recht intensiv (die doppelte Verwendung von "reden" und "miteinander besprechen" legt nahe, dass sie dies ausführlich taten), bemerkten dabei aber gar nicht, dass die Lage der Dinge sich bei Wahrnehmung eines Ereignisses, das während des Gesprächs stattgefunden hat, für sie völlig anders dargestellt hätte. Dass sie das nicht erkannten, ist nach der Bibel aber nicht hauptsächlich auf ihren Gesprächseifer, sondern darauf zurückzuführen, dass "ihre Augen gehalten wurden".

 

Offenbar gibt Gott uns Zeiten, in denen wir bei allem Bemühen um Durchblick - und auch unter Hinzuziehung aller, die uns lieb und teuer sind - auch dann "auf der Stelle treten", wenn wir enttäuscht oder gar verzweifelt einen "Ortswechsel" vornehmen. Freilich hätte sich Jesus gleich zu erkennen geben können. Die Schrift aber, aus der er ihnen Mitteilung machte (V27), fällt tiefer in ein Herz, wenn es bange ist. 

 

Daher sollen wir Zeiten, die wir nicht deuten können, zu Zeiten des Hörens machen. Dann kann Gott durch ein ganz Kleines unsere gehalten Augen öffnen und uns ihn erkennen lassen: "..er <nahm> das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn".

 

Matthias Wanner

Photo by Franco Antonio Giovanella on Unsplash

Kalenderwoche 46

 

Hebräer 2:14-18:

"Da Gottes Kinder Menschen aus Fleisch und Blut sind, wurde auch Jesus als Mensch geboren. Denn nur so konnte er durch seinen Tod die Macht des Teufels brechen, der Macht über den Tod hatte. Nur so konnte er die befreien, die ihr Leben lang Sklaven ihrer Angst vor dem Tod waren. Wir wissen ja, dass Jesus kam, um den Nachkommen Abrahams zu helfen, nicht den Engeln. Deshalb musste er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er vor Gott unser barmherziger und treuer Hoher Priester werden konnte, um durch sein Opfer die Menschen von ihrer Schuld zu befreien. Da er selbst gelitten und Versuchungen erfahren hat, kann er denen helfen, die in Versuchungen geraten."

 

Ich möchte heute von meinem besten Kumpel erzählen. Seit einigen Jahren sehen wir uns mal mehr mal weniger, doch eine Sache verbindet uns: wenn wir uns sehen, dann gibt es immer etwas zu erzählen, wir lachen zusammen, wir teilen auch schwierige Momente miteinander, unterstützen uns gegenseitig. Wir teilen das was uns beiden Freude bereitet aber genauso auch Schwierigkeiten in unserem Leben. „Verstanden werden“ - Ist uns das nicht allen sehr wichtig? Bei meinem besten Kumpel weiß ich, er kennt mich genau und weiß wie ich ticke, und umgekehrt ebenfalls. Häufig ist es so, dass ich genau weiß was er sagen möchte, bevor er es ausgesprochen hat.

 

Ich finde es überwältigend, dass Gott in diesen Versen und besonders deutlich zeigt, dass er uns versteht, mit uns mitfühlt, genau weiß wie wir ticken. Er steht uns jederzeit als bester Freund zur Seite. Ganz besonders in den Situationen, wo wir Dinge falsch machen. Wenn ich meinem Kumpel von einem Fehler erzähle, den ich gemacht habe dann weiß ich, dass ich keine Vorwürfe, sondern Anteilnahme, Ermutigung, Lösungsvorschläge bekomme und er mir hilft den Blick weg vom Negativen zu wenden.

 

Ich möchte mein Gottesbild durch diesen Vers absolut erneuern lassen. Es kommt immer wieder einmal vor, dass ich ein anklagendes, mich verurteilendes und schlecht machendes Gewissen habe wegen etwas. Gottes Blickwinkel ist hier aber ein anderer als der mein. Als mein bester Freund steht er mir ermutigend und Perspektive gebend zur Seite. Er kennt meine Versuchungen genau und steht mir zur Seite.

Danke Matthias, für die tolle Freundschaft. Danke Gott, dass Du mir immer unterstützend, liebend, aufbauend an meiner Seite bist und mich voll und ganz verstehst. Bitte präge mein Bild von dir ganz neu.

 

Daniel Schweigler

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Kalenderwoche 45

 

 

2. Timoteus 2:3-6:

 "Sei bereit, als ein treuer Kämpfer für Christus Jesus zu leiden. Und keiner, der in den Krieg zieht, verstrickt sich in die Angelegenheiten des täglichen Lebens, um dem zu gefallen, der ihn in seine Armee aufgenommen hat.

Auch wer an einem Wettkampf teilnimmt, kann nur gewinnen, wenn er sich an die Regeln hält.

Bauern, die schwer arbeiten, erhalten als Erste Anteil an den Früchten ihrer Arbeit."

 

Prokrastinieren. Ein kompliziertes Wort, mit dem ich mich in letzter Zeit immer wieder beschäftige. Es bedeutet so viel wie Dinge auf die lange Bank schieben, das Wichtige kann warten. Lieber etwas machen, was jetzt Spaß macht. Es gibt einen wirklich amüsanten TED-Talk zu diesem Thema.

 

Wie oft lasse ich mich von den wirklich wichtigen Dingen ablenken und vergesse, was meine eigentliche Aufgabe und Bestimmung hier ist. Paulus gebraucht hier drei verschiedene Bilder um auf den Punkt zu bringen, worauf es ankommt. Dran bleiben an Jesus. Und zwar richtig, weil es sich lohnt!

 

Für einen Soldaten ist es absolut tödlich, wenn er sich von Alltagsdingen ablenken lässt. Macht er sich im Gefecht Gedanken, dass seine Soldaten Kleidung dreckig und vielleicht schon alt und ausgetragen ist, kann Ihn das das Leben kosten. Ist dir bewusst, dass in dieser Welt ein geistiger Kampf tobt, und wir als Christen dabei wie Soldaten wachsam sein müssen?

So schnell kümmere ich mich lediglich um die Alltagsdinge, mach mir Gedanken um Dinge, die mir Spaß machen, lasse meine Gedanken um Dinge kreisen, die ich gerne hätte und nicht habe. Konsum, Spaß, minimaler Aufwand.

 

Auch wenn ich nichts gegen diese Dinge sagen möchte (das machen andere schon mehr als genug) merke ich, dass ich mich dadurch davon ablenken lasse, Jesus in meinem Alltag zu bezeugen, meinem nächsten Ihn weiter zu geben. Ganz schnell kreisen meine Gedanken einfach um andere Sachen, habe weniger und weniger (Stille-) Zeit mit meinem Gott. Und ich glaube genau das ist das Kernoroblem um das es geht und nicht das andere schlecht zu heißen.

 

Fokussieren auf das Ziel ist die Devise, so wie es ein Sportler macht um zu gewinnen. Und das geht so: Sich bewusst Zeit nehmen um Gott zu suchen. Dann wird er zeigen, was für dich persönlich dran ist. Wie ein Trainer, der dich Sportler als Gewinner im Ziel sehen möchte.

 

Auch im letzten Bild mit der Landwirtschaft geht es darum dran zu bleiben. Warum? Weil es sich lohnt, rentiert, gewinnbringend ist und Du gute Früchte daraus erhältst. Es ist nicht umsonst! Bleib dran, binde Jesus noch mehr in deinen Alltag ein, nimm dir die Zeit, denn es lohnt sich! Zeit hat man nicht. Man muss sie sich nehmen.

 

Daniel Schweigler

 

 

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Kalenderwoche 44

"Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes." (Apostelgeschichte 20,24)

 

Was für eine krasse Aussage inmitten einer aufwühlenden Geschichte. Paulus und die anderen Apostel erleben in der Apostelgeschichte Anfechtung, Hindernisse, Leid, Schmerzen, Todesangst bis hin zum Tod selbst. An vielen Stellen liest sich die Apostelgeschichte wie ein Krimi und eine fantastische Wundergeschichte zugleich.

 

Für mich als jemand der seinen Glauben leben darf, ohne sein Leben dafür aufs Spiel setzen zu müssen, ist das kaum nachvollziehbar. Und fast beiläufig lässt Paulus hier diesen Satz fallen. Ich lese darin absolute Hingabe, absolute Überzeugung und absolutes Gottvertrauen.

 

Zunächst einmal steckt darin, dass man das eigene Leben weniger achten sollte als das Evangelium. Paulus spricht aber nicht davon, dass wir lebensmüde sein sollen. Sein eigenes Leben grundlos aufs Spiel setzen ist nicht das Ziel. Es geht darum zum Evangelium zu stehen, koste es was es wolle, um Gott zu dienen und sein Evangelium in der Welt zu verbreiten.

 

Aber was heißt das jetzt konkret für mich? Muss ich jetzt jeden Samstag auf der Straße stehen und predigen? Bin ich nur dann gut genug, wenn ich als Märtyrer für das Evangelium sterbe? Ich denke in dieser Stelle geht es vielmehr um unsere Herzenshaltung. Ich möchte versuchen immer bereit zu sein. Ich möchte versuchen nicht zu schweigen, wenn mich jemand auf meinen Glauben anspricht. Ich möchte versuchen durch meine Handlung und meine Worte Gottes Nächstenliebe zu zeigen. Und vielleicht spornt mich dieses (Vor-) Bild von Paulus an, ein Stück mutiger zu sein und voller Motivation unter Gottes großer Gnade mit den Schuhen der Bereitschaft in die neue Woche zu gehen.

 

Nina Freiburg

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Kalenderwoche 43

 

Kolosser  2:9-12:
"Denn in Christus allein wohnt die ganze Fülle des Göttlichen leibhaftig. Und durch die Verbindung mit ihm seid auch ihr mit diesem Leben erfüllt. Er ist der Herr über alle Herrscher und alle Mächte. Und weil ihr ihm gehört, seid ihr auch beschnitten [3], aber nicht durch einen äußeren Eingriff. Eure Beschneidung kam durch Christus und besteht im Ablegen eurer alten Natur. In der Taufe wurdet ihr ja mit ihm begraben und mit ihm zu neuem Leben erweckt. Das ist geschehen, weil ihr an die wirksame Kraft Gottes geglaubt habt, der ihn aus den Toten auferstehen ließ."

 

Während ich über das Thema Identität nachdenke und was das in meinem Leben ausmacht, lese ich diesen explosiven Bibel Abschnitt. Ich bin vollkommen überwältigt, wie dicht an dicht hier die Majestät von Jesus und unsere eigene Identität in Verbindung gebracht werden. Zunächst wird einmal festgehalten, dass Jesus der Gott ist. Ohne Abstriche, ohne Einschränkungen, König, Herrscher, Souverän, Gott Allmächtig. Ein Gefühl von Respekt und Ehrfurcht kommt in mir beim Lesen auf.

 

Und dicht an dicht wird hier beschrieben, dass wir, die an ihn glauben, unwiderruflich zu ihm gehören. hier wird es dadurch beschrieben, dass wir als geistig beschnitten beschrieben werden. Unsere alte Identität ist mausetot. Meine Oma wurde heute begraben und keiner von uns würde anzweifeln, dass sie aus eigener Kraft plötzlich wieder aus dem Grab herauskommt. Genauso ist das mit meiner alten Identität. Sie ist tot. In Gottes Augen bin ich nicht Daniel, der Maschinenbauer mit dem tollen Job. Daniel, der tolle Hecht mit vielen Freunden und coolen Hobbies. Oder Daniel, der Looser, der sein Leben einfach in diesen speziellen Aspekten einfach nicht auf die Reihe bekommt, der Zuspät-Kommer, Pleitegeier, Menschen-Verletzer.

 

Nein! Das ist die Tote Identität.

Darf ich vorstellen: Daniel, Kind Gottes, Prinz des höchsten Königs. Ende der Diskussion, trotz der Patzer oder „Erfolge“ in meinem Leben.

Möge Jesus dir diese Woche ein Göttliches Selbstbewusstsein geben, das Stolz auf den ist, der hinter Dir steht.

 

 

Daniel Schweigler

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Kalenderwoche 42

 

"Und rufe mich an am Tage der Not: ich will dich erretten und du sollst mich preisen!" (Psalm 50,15)

 

Ich habe heute über 2 Stunden lang auf der Arbeit telefoniert. Es war sehr frustrierend. In 9 von 10 Fällen war besetzt, auf meine Mailboxnachrichten hat niemand reagiert. Und im Endeffekt habe ich nicht erreicht, was ich erreichen sollte. 2 Stunden Arbeitszeit waren ineffektiv dahin.

Auf dem Heimweg im Auto war ich ziemlich frustriert und spontan fiel mir dieser Vers ein. Schon in der Kinderstunde wurde mir Gottes Telefonnummer eingeprägt die 5015. Aber dieser Vers wird den Kindern nicht umsonst beigebracht. Gerade heute habe ich mir gedacht, wie frustrierend es wäre, wenn Gott nur eingeschränkt erreichbar wäre. Wenn ich gerade wenn ich ein echtes Problem habe in der Warteschleife wäre.

 

Nein, Gott ist anders. Mein Luxus ist, dass Gott 24 Stunden erreichbar ist. Und gerade weil ich diesen Luxus habe, sollte ich diesen auch nutzen. Es ist gleichzeitig die Aufforderung Gott den ganzen Tag in seinem Herzen zu tragen. Denn Ihn will ich nicht nur in der Not anrufen, sondern auch täglich preisen. Auf seine Hilfe kann ich immer hoffen. Was für eine großartige Zusage für diese Woche!

 

Nina Freiburg

Photo by Quino Al on Unsplash

Kalenderwoche 41

 

"Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den HERRN und lasst und miteinander seinen Namen erhöhen." (Psalm 34, 2-4)

 

David ist in der Bibel bekannt als jemand der Lobpreis praktiziert und lebt. Seine Psalmen sind Lobgesänge und sind ganz auf Gott ausgerichtet. Als die Bundeslade wieder in die Stadt Jerusalem einzieht berichtet uns die Bibel davon, wie er voller Ekstase tanzt und dem Herrn lobsingt. Da passt dieser Psalm vom Text her gut hinein. Was ist aber das besondere daran? David schreibt diesen Psalm als er in einer echten Notsituation ist. Saul will David umbringen und droht ihm, er jagt ihn und David muss um sein Leben fürchten.

 

Als Bürger der westlichen Hemisphäre, in einem Land, in dem wir gerade erst die Wiedervereinigung feiern durften, ist mir dieses Gefühl fremd. Aber würde ich wirklich auf die Idee kommen in einer Situation voller Angst und Bedrohung den Herrn zu rühmen? Wahrscheinlich nicht. Und hier darf ich von David lernen. Er rühmt und lobsingt dem Namen des Herren unabhängig davon, ob es ihm gut oder schlecht geht. Und er lädt sogar andere ein mit ihm zu singen. Das ist in Zeiten von Corona und den aktuellen Singverboten gerade nicht so einfach.

 

Aber ich denke es geht hier viel mehr um eine Herzenshaltung. Ich lade dich ein den Herrn zu rühmen, still im Gebet, laut mit Gesang, alleine zu Hause oder mit anderen gemeinsam und das ganz egal wie es dir geht. Denn ER verdient dein Lob.

 

Nina Freiburg

Photo by Gabriel Gurrola on Unsplash

Kalenderwoche 40

 

2 . Könige 13:18-19:
"Dann befahl ihm Elischa: "Nimm jetzt die übrigen Pfeile in die Hand!" Joasch nahm sie und Elischa sagte: "Schlag damit auf den Boden!" Er schlug dreimal und hielt dann inne. Da wurde der Gottesmann zornig über ihn und sagte: "Fünf oder sechsmal hättest du schlagen sollen, dann hättest du die Syrer vernichtet! Jetzt wirst du sie nur dreimal besiegen.""

 

 

Zunächst trägt der Prophet dem König auf, ein Pfeil durch ein Fenster zu schießen. Das macht er, kein Problem. Nun fordert Elisha Joasch  auf, seine Pfeile auf dem Boden zu schlagen. Aus welchen Gründen auch immer ist er hier etwas zögerlicher, versteht wohl nicht so ganz was das soll. Vielleicht will er seine guten Pfeile nicht kaputt machen. Und so führt er den Auftrag nur halbherzig aus. Dumm nur, dass dies eine symbolische, prophetische Handlung war.

Es geht zwar über das gesagte hinaus, aber im Nachhinein hat sich der König sicherlich äußerst geärgert und gefragt, warum er seine Pfeile nicht voller Elan auf den Boden gehauen und zerstört hat. 

 

“Bloß nicht zögern wenn Gott etwas sagt, nicht nur das nötigste und Mindeste machen.“ Könnte hier so ein Gedanke von ihm anschließend gewesen sein.
Ich denke auch wir können aus den Fehlern von diesem König lernen: halbherzig das tun, was Gott von uns möchte kann uns selber viel mehr schaden als dass es uns nützt. Wenn du erkennst, dass Gott in irgendeiner Art und Weise in dein Leben spricht, dann zögere nicht und mache das Beste daraus. Das jedenfalls  nehme ich für mich mit. Und zwar auch dann, wenn ich nicht ganz verstehe was Gottes Intention dahinter ist, wenn Vertrauen erforderlich ist. Darin möchte ich auch in der kommenden Zeit wachsen. Du auch? 

 

DanielSchweigler
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Kalenderwoche 39

 

Ich finde das Buch „Esther“ in der Bibel ein sehr spannendes und gut zu lesendes Buch. In diesem Buch geht es weniger um schwer verständliche Prophetien oder harte Kost, wie wir unsere Lebensweise oder Gemeinde verändern müssen. Ganz im Gegenteil, es ist eine gut verständliche Geschichte, an deren Höhepunkt es um nichts weniger geht, als die schiere Existenz des gesamten Volkes Israel. 

 

Das Leben Des gesamten Volkes von Gott hängt am seidenen Faden. Gerade in einem biblischen Buch würde man doch genau an dieser Stelle erwarten, dass ständig von Gott die Rede ist. Wie Er sein Volk befreit, wie er mächtig eingreift, wie er redet oder seine Feinde in die Flucht schlägt. 

 

Nein, nicht ein einziges Mal fällt der Name Gottes. Ein weltliches Buch in der Bibel?

 

Ich habe das Gefühl, dieses Buch spiegelt einen wichtigen Aspekt in mein Leben wieder. Wie oft schon habe ich einfach nur Glück gehabt? 

 

Ich bin bewahrt worden vor Unfällen wo es knapp war, das Geld hat gerade so gereicht als ich schon Sorgen hatte, hatte Menschen die auf einmal in einsamen Stunden da waren, Bewerbungen die geklappt oder nicht geklappt haben. Wunderbare Momente in der Natur, bei denen ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und Probleme die sich einfach so in Luft aufgelöst haben. 

“Halt Glück gehabt“? Oder in Esthers Fall „halt die schönste im Königinnen-Casting gewesen“?

 

Dieses Buch und mein Leben zeigen ganz deutlich, dass nicht der Name Gott auf dem Briefumschlag stehen muss um darin einen Liebesbrief von Ihm zu entdecken. Gottes unverkennliche Handschrift ist nicht nur im Buch Esther oder in meinem Leben sichtbar. Wo hat er sich in Deinem Leben ganz elegant, unaufdringlich gezeigt? Vielleicht sogar schon heute?

 

Daniel Schweigler

 

Kalenderwoche 38

 

1. Korinther 14:26: "Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeglicher  Psalmen, er hat eine Lehre, er hat Zungen, er hat Offenbarung, er hat Auslegung. Lasset es alles geschehen zur Besserung!"

 

Dieser spannende Vers steht in einem noch spannendere Kontext. In den Kapiteln rund um diesen Vers geht es um die Ordnungen in der Gemeinde, vor allem dass es nicht chaotisch zugeht. Hier spricht Paulus von den Geistesgaben und wie sie für die Gemeinde auf nützliche Art und Weise eingesetzt werden sollen. Ganz besonders herausgefordert hat mich dieser Vers aber auf eine völlig andere Art und Weise:

Hier steht, dass “ein jeglicher“ einen geistigen Beitrag zum Gottesdienst und im weiteren Sinn dem Gemeindeleben hat. Ist das so frage ich mich? Wie oft sitze ich einfach nur im Gottesdienst und höre halbherzig zu. Und wer kennt die Situation nicht, wenn die Frage gestellt wird: Möchte jemand etwas erzählen was er mit Gott erlebt hat? Und ich denke mir nur: "Mist, Mist, Mist, was könnte ich denn jetzt erzählen? Hoffentlich geht es gleich weiter."

 

Häufig fühle ich mich einfach leer und glaube nichts teilen zu können. Kein Psalm.  Kein Lied. Keine Ermutigung oder Erlebnis.

 

Aber irgendwie sehe ich etwas anderes in dem Vers. Gott ist jeden Tag bei uns, begleitet uns Schritt für Schritt, versorgt uns mit allem was wir brauchen und lenkt unsere Wege wenn wir ihn darum bitten. Ich bemerke, dass ich das viel zu selbstverständlich hin nehme, es ist schon gar nichts mehr besonderes für mich. Mit dieser Einstellung kann ich natürlich nichts teilen. Mich fordert dieser Vers heute ganz konkret auf, Gottes Handeln in meinem Leben und in meinem Alltag neu zu entdecken, Wert zu schätzen und nach Ihm Ausschau zu halten.

Das erfordert natürlich, dass ich Zeit mit ihm verbringe. Lebenszeit. Zeit die er mir schenkt, auf die ich eigentlich ja kein Anspruch habe.

Und ich bin mir sicher, dann ist es kein so falscher komischer Druck oder eine blöde Situation sondern eine Bereicherung anderen von dem zu erzählen, was Gott in meinem Leben getan hat.

 

Daniel Schweigler

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Kalenderwoche 37


1. Korinter  14:26: "Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeglicher  Psalmen, er hat eine Lehre, er hat Zungen, er hat Offenbarung, er hat Auslegung. Lasset es alles geschehen zur Besserung!"


Dieser spannende Vers steht in einem noch spannendere Kontext. In den Kapiteln rund um diesen Vers geht es um die Ordnungen in der Gemeinde, vor allem dass es nicht chaotisch zugeht. Hier spricht Paulus von den Geistesgaben und wie sie für die Gemeinde auf nützliche Art und Weise eingesetzt werden sollen. Ganz besonders herausgefordert hat mich dieser Vers aber auf eine völlig andere Art und Weise:
Hier steht, dass “ein jeglicher“ einen geistigen Beitrag zum Gottesdienst und im weiteren Sinn dem Gemeindeleben hat. Ist das so frage ich mich? Wie oft sitze ich einfach nur im Gottesdienst und höre halbherzig zu. Und wer kennt die Situation nicht, wenn die Frage gestellt wird: Möchte jemand etwas erzählen was er mit Gott erlebt hat? Und ich denke mir nur: "Mist, Mist, Mist, was könnte ich denn jetzt erzählen? Hoffentlich geht es gleich weiter."


Häufig fühle ich mich einfach leer und glaube nichts teilen zu können. Kein Psalm.  Kein Lied. Keine Ermutigung oder Erlebnis.


Aber irgendwie sehe ich etwas anderes in dem Vers. Gott ist jeden Tag bei uns, begleitet uns Schritt für Schritt, versorgt uns mit allem was wir brauchen und lenkt unsere Wege wenn wir ihn darum bitten. Ich bemerke, dass ich das viel zu selbstverständlich hin nehme, es ist schon gar nichts mehr besonderes für mich. Mit dieser Einstellung kann ich natürlich nichts teilen. Mich fordert dieser Vers heute ganz konkret auf, Gottes Handeln in meinem Leben und in meinem Alltag neu zu entdecken, wert zu schätzen und nach Ihm Ausschau zu halten. 
Das erfordert natürlich, dass ich Zeit mit ihm verbringe. Lebenszeit, auf die ich eigentlich kein Anspruch habe, die er mir doch eigentlich schenkt.
Und ich bin mir sicher, dann ist es kein so falscher komischer Druck oder eine blöde Situation sondern eine Bereicherung anderen von dem zu erzählen, was Gott in meinem Leben getan hat.


DanielSchweigler

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Kalenderwoche 36

 

Ps 36, 6-10 (NGÜ)

1 Herr, bis an den Himmel reicht deine Gnade, bis zu den Wolken deine Treue. 7 Deine Gerechtigkeit ist so beständig wie die Berge, die du geschaffen hast, deine Urteile gründen tief wie das Meer. Ja, du, Herr, hilfst Menschen und Tieren.8 Wie kostbar, o Gott, ist deine Gnade! Menschen suchen Zuflucht im Schatten deiner Flügel. 9 Sie dürfen den Reichtum deines Hauses genießen, und aus einem Strom der Freude gibst du ihnen zu trinken. 10 Bei dir ist die Quelle allen Lebens, in deinem Licht sehen wir das Licht.



Im Urlaub ist es einfach. Wenn ich auf das Meer sehe, in dem die Sonne sich spiegelt, wenn ich eine Entenfamilie sehe, die glücklich vor sich hin treibt, dann kann ich glauben, dass Gott alles perfekt geschaffen hat. Dann kann ich daraus meine Kraft schöpfen.

Aber wenn ich mir die Bilder in dem Psalm betrachte, dann meint der Psalmist nicht, dass die Kraftquelle nur im Urlaub zu finden ist. Denn so schön es ist, auf das Wasser zu gucken und die Sonne zu genießen, ist unsere eigentliche Kraftquelle Jesus. Selbst wenn ich zu Hause in meiner kleinen Wohnung bei Regen sitze, kann ich diese Quelle anzapfen. Im Gebet, im Bibellesen, im Gottesdienst, im Lobpreis oder in der Gemeinschaft mit anderen Christen. Diese Zeit ist meine wahre Kraftquelle.

Diese Quelle ist 24h, 7 Tage die Woche offen. Diese Quelle nimmt mich so an wie ich bin und erbaut mich. Ich wünsche dir, dass du heute diese Quelle anzapfen kannst, egal ob du im Urlaub bist oder nicht.

 

Nina Freiburg

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