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Impulse im Juni

30. Juni

 

1. Thessalonicher 5:17-18:
"Hört niemals auf zu beten! Dankt Gott unter allen Umständen! Das alles will Gott von euch, und das hat er euch durch Jesus Christus möglich gemacht."

 

1. Thessalonicher 5 ist ein absolut umwerfendes Kapitel. Wie jemand, der es eilig hat zu gehen aber nur einige Sachen schnell gezielt auf den Punkt bringen muss. So macht Paulus hier einen Rundumschlag. Ein wichtiges Element: Gebet.

Ich habe einmal gehört, dass wenn man einen Pastor oder geistlichen Angestellten in Verlegenheit bringen möchte, man ihn nur nach seinem Gebetsleben fragen muss. Ob das stimmt, sei dahingestellt. Aber ich selbst bin kein Stück besser, lasse meine Aufmerksamkeit im Alltag von so vielen anderen Dingen nehmen. Das Gebet kommt bei mir oft zu kurz.

 

Deshalb diese Erinnerung von Paulus: Vergiss nicht zu beten! Und auch nicht zu danken.  

Vergiss nicht einen „heißen Draht“ zu dem zu haben, der deinen Schritten Halt und deinen Augen eine Perspektive gibt.

 

Beate Zeile erzählte mir neulich folgende Weisheit eines ihr bekannten Soldaten: Im Einsatz, an der Front, ist das Wichtigste nicht die eigene Waffe, Werkzeuge oder das Fernglas. Sondern es ist der dauernde Kontakt zur Basis. Nur sie haben alles im Blick, wissen die Strategie, rufen zurück, wenn es zu gefährlich wird und lenken die Schritte der einzelnen Soldaten.

Auch wir als Nachfolger Jesus sind ein schwer umkämpftes Volk (z.B. 1. Petrus 5,8) und somit gilt dieser Vergleich auch uns. Unser Herr hat nicht nur regional alles im Blick, sondern auch die Zukunft und Vergangenheit. Er hat nur das Beste im Sinn und es lohnt sich auf ihn zu hören und mit ihm zu sprechen.

Ich möchte mich durch diese Bibel Stelle und Beates Erzählung neu dazu begeistern lassen, mit dem obersten Heerführer und Allmächtigen Gott noch mehr in Kontakt zu sein und mich lenken zu lassen.

 

P.S.: Ist dir das Kommunikations-Gerät am Soldaten auf dem Bild aufgefallen?

 

Daniel Schweigler

Photo by jan abellan on Unsplash

28. Juni

 

Collage & Zusammenstellung: Daniel Schweigler

Foto von Emiliano Arano von Pexels (Welle)
Foto von Public Domain Pictures von Pexels (Leopard)
Foto von Todd Trapani von Pexels (Abend Stimmung)
Foto von ArtHouse Studio von Pexels (Wal)
Foto von Nejc Košir von Pexels (Waldboden)

27. Juni

 

2. Könige 12:14-16

"Man ließ von diesem Geld aber keine Silberschüsseln, Messer, Sprengschalen, Trompeten oder andere Gegenstände aus Gold oder Silber anfertigen, sondern gab alles den Meistern für die Ausbesserungsarbeiten am Tempel Jahwes. Von diesen Männern wurde keine Rechenschaft über die Ausgaben verlangt. Sie handelten auf Treu und Glauben."

 

Treue ist eine sehr löbliche Sache und schätzt doch jeder von uns. Treue ist meine Einschätzung nach einem Grundbaustein, der zu einem gelingenden Leben in Beziehungen und der Gesellschaft unerlässlich ist. Ein treuer Mitarbeiter ist ein Segen für seinen Chef. Ein treuer Partner vermittelt Sicherheit und trägt zum Gelingen der Beziehung bei. Treue Menschen in Politik und Wirtschaft tragen zum Guten der Gesellschaft bei und viele Menschen können davon profitieren. Auch wenn mir jemand ver-traut und gute Dinge zu-traut ist es eine Ehre für mich und ich schätze sehr wert.

 

Das Gegenteil, Untreue und Egoismus, erfahren wir aber leider doch auch immer wieder. Es gehört seit dem Sündenfall, der Abwendung von Gott, zu unserem Leben dazu.

Zwischen 2000-2005 haben sich in Deutschland mehr Menschen scheiden lassen als geheiratet haben (51,92%*). Mittlerweile sind es Gott sei Dank “nur“ ein Drittel (32,94%*).

Nicht nur im persönlichen Bereich, auch im öffentlichen sehen wir immer wieder Skandale, Unterschlagungen, untreues Verhalten. Seien es Bauprojekte oder Spitzensportler: Immer wieder werden wir mit diesem Thema konfrontiert.

 

Daher war der Bibeltext in zweite Könige zwölf für mich ein echter Lichtblick: Der König und die Priester haben den Mitarbeitern voll vertraut. Es wurde kein Buch geführt über die Ausgaben. Warum? Man konnte Ihnen vertrauen, ihnen Glauben schenken. Richtig toll, so soll es doch sein.

 

Blickt man etwas weiter ist wieder einmal Gott hier das größte Vorbild für uns alle. Wenn jemand treu ist, dann ist er es.

 

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten. 5. Mose 7,9 (LUT)

 

Hier sehen wir, dass er nie sein Wort bricht. Er steht zu dem was er sagt, er steht zu uns. Ich lade dich dazu ein, im Bewusstsein dessen durch diesen Tag zu gehen: Egal was passiert, Gott steht dir treu zu Seite. Gleichzeitig ist es eine Einladung, diese Charaktereigenschaft nachzuahmen.

 

Daniel Schweigler

 

Photo by Karson on Unsplash 
* Statista Research Department, 26.08.2019

26. Juni

 

Gestaltung: Daniel Schweigler

Photo by Zdeněk Macháček on Unsplash

 

25. Juni

 

Johannes 1,3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.

 

Das sich Glaube und Wissenschaft widersprechen ist eine gängige Aussage. Glaubt man an den Gott, der alles geschaffen hat, wird man schnell als jemand angesehen, der einfach nur von der Realität wegschaut .

Nach dem Motto, die Fakten sprechen für sich, entweder Wissenschaft oder Glauben.

Dass dieser Standpunkt ein sehr labiles Fundament hat, sehen wir an einem der wichtigsten Forscher des letzten Jahrhunderts. Jemand, der seiner Zeit weit voraus war und gleichzeitig erkannt hat, dass hinter dem allen der Schöpfer steht.

 

Prof. Albert Einstein sagte in Bezug auf Jesus Christus:

"Gott würfelt nicht. Mein Glaube besteht in der demütigen Anbetung Gottes, der sich selbst in den kleinsten Einzelheiten der Materie offenbart. Meine tiefe gefühlsmässige Überzeugung von der Existenz Gottes, die sich überall im Weltraum manifestiert, bildet die Grundlage meiner Existenz und meines Glaubens. Ich bin zwar Jude, aber das strahlende Bild Jesu, des Nazareners, hat auf mich einen überwältigenden Eindruck gemacht. Es hat sich keiner so ausgedrückt wie Er. Es gibt wirklich nur eine Stelle in der Welt, wo wir kein Dunkel sehen und das ist die Person Jesu Christi. In Ihm hat sich Gott am deutlichsten vor uns hingestellt. Ihn verehre ich!" 

(Quelle: Buch „Eskalation in Nahost" von Marius Baar)

 

In diesem kurzen Zeugnis von Albert Einstein sehen wir, dass Gott nicht nur Alles extrem detailliert geschaffen hat, sondern dass es auch mit mir persönlich als Mensch etwas zu tun hat. Es geht nicht nur um Zahlen, Daten, Fakten sondern um nichts weniger als meine eigene Identität.

Auch heute darf ich im Bewusstsein leben, dass der Gott der Bibel die Grundlage meiner Existenz ist. Und diese Tatsache darf mich stärken. Denn es ist derjenige, der das Universum und die physikalischen Gesetze geschaffen hat, der auf mich aufpasst, mein Leben genau kennt und mich liebt.

 

 

Sonnhild Wagner und Daniel Schweigler

Photo by Guillermo Ferla on Unsplash

24. Juni

 

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen, und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen, und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. (Matthäus 6, 19-21 Schlachter)

"Wo dein Schatz ist, da wird dein Herz sein." Schon oft ist mir dieser Satz in einer Predigt begegnet. Oft im Zusammenhang damit, dass man sein Herz zu sehr an Geld hängt und man doch lieber freizügig spenden sollte. Aber ist das Geld das Einzige, das hier gemeint ist?
In der Coronazeit ist mir dieser Vers noch einmal ganz anders wichtig geworden:
Ein kleiner Virus hält die ganze Welt in Atem und stellt alles auf den Kopf. Auch mein Leben, ob ich das nun will oder nicht. Aber nicht alles daran ist schlecht.


Der sonst so omnipräsente Satz "Dafür hab ich keine Zeit" war plötzlich verschwunden. Auf einmal hatte ich zu viel Zeit. Keine Chorprobe, keine Kinderstunde, kein Schwimmbad, keine Besuche, keine Kurztrips, Kurzarbeit.
Da sollte man doch meinen, dass ich plötzlich ganz viel Zeit für Gott hatte. Für stille Zeit, Bibel lesen und Gebet.
Aber genau das Gegenteil war der Fall: ich suchte Ablenkung, las ein Buch, kochte ausführlich, ging spazieren, surfte im Internet, guckte Fernsehen, telefonierte viel.


Doch dann las ich diesen Vers. Ich versuche nun wieder mehr Zeit mit Gott zu verbringen. Ich versuche mich zu überprüfen und zu überlegen woran mein Herz wirklich hängt und wo ich es vielleicht noch fester verankern sollte. Und gerade jetzt wo alles wieder los geht und viele Dinge möglich sind versuche ich die Gelegenheit zu nutzen die Dinge an denen mein Herz nicht hängen sollte dauerhaft loszulassen.
Und auf der anderen Seite habe ich immer noch viel geschenkte Zeit um zu schauen, wo ich mein Herz noch mehr für Gott investieren kann.
Ich lade dich ein, dir auch diese Frage zu stellen: Woran hängt dein Herz?

 

Bild & Impuls: Nina Freiburg

 

23. Juni

 

"Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmren; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte!" 1. Korinther 9,16

 

Ein unangenehmes Wort... Eigentlich wollte ich zuerst nicht gerade dazu etwas schreiben (müssen), aber ich hatte es nun mal aufgeschlagen in der festen Absicht, das in einen Impuls aufzunehmen, was mir vor die Augen käme. Ich hätte es als einen Bruch der Abmachung empfunden, wenn ich jetzt - weil mir der Vers unangenehm war - auf einen anderen auszuweichen versucht hätte.

 

Auf etwas anderes ausweichen... Ich frage mich, wie oft Paulus oder auch andere Gottberufene wie z.B. Jeremia ...

("Herr, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden", Jer 20,7)

... ans Ausweichen gedacht haben. Und vielleicht haben sie es manchmal auch getan. Aber insgesamt sind sie dabei geblieben; trotz ungutem Gefühl. 

 

Ich denke, Gott verlangt von uns nicht, dass wir uns in allem Tun für Ihn, bei jeder Weitergabe seines Werks und Worts gut fühlen. Gottes Tun und Reden ist so stark, dass es selbst dann heilsam wirken kann, wenn der Bote eigentlich gar nicht will. Das vielleicht stärkste Beispiel hierfür wäre wohl Jona, der von Gott regelrecht nach Ninive gezwungen wurde und auch dort keine rechte Retterleidenschaft für die Assyrer entwickelt hatte. Dass es trotzdem zur Umkehr führte - und wohl auch Jona geistlich gereift von Ninive zurückkehrte, darf uns uns ermutigen, trotz ungutem Gefühl nicht auszuweichen.

 

Matthias Wanner

Photo by Malcolm Lightbody on Unsplash

22. Juni

 

Ich persönlich bin ein Mensch, der wirklich gerne draußen ist, vor allem in der Natur. Ich liebe es sehr, auf Tuchfühlung mit Gottes wunderbare Schöpfung zu sein, sich bräunen zu lassen, Licht zu tanken. Ein ganz besonderes Highlight sind für mich die Tage rund um den 20./21./22.. Juni. Die längsten Tage des Jahres: so lange hell, wie sonst das ganze Jahr nicht.

Und so sehr ich die Wärme der Sonne auf meiner Haut Liebe, es gibt noch eine viel wohltuendere Tatsache.

 

Johannes 8:12

Wiederum nun redete Jesus zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.

 

Ohne die Sonne wäre unser Leben nicht möglich, wir sind zu 100 % abhängig von ihr. Genauso ist es ja auch mit Jesus, der (mindestens) in unserem geistlichen Leben das Licht ist, dass unsere Seele braucht um sehen zu können. Er ist derjenige, der uns Liebe, Wärme, Energie und Freude gibt. In Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, gehe ich viel nach draußen um in der Natur zu sein und gleichzeitig zieht es mich zu Jesus. Hier habe ich schon oft neue Kraft und Energie bekommen, Freude und Ermutigung.

Manchmal bin ich ein Stubenhocker und habe keine Lust, viel zu tun oder andere Gründe nicht raus zu gehen. Die Sonne scheint trotz all meiner Gründe und lädt ein, sich bescheinen zu lassen. Auch zu Jesus dürfen wir jederzeit kommen, er freut sich jedes Mal dir zu begegnen. So wie im Alltag geht es mir im geistlichen allerdings immer wieder auch, dass ich mich aufraffen, motivieren muss und es mir manchmal nicht einfach fällt. Aber ich mache doch immer wieder die Erfahrung, dass es sich lohnt.

 

Das absolut große Finale für jemanden wie mich, der Licht absolut liebt ist am Ende der Offenbarung beschrieben. Gott selbst wird uns wie die Sonne sein, es wird keine Dunkelheit und Nacht mehr geben. Ich freue mich schon jetzt darauf.

 

Offb 21:25; 22:5: "Und ihre Tore sollen nicht geschlossen werden am Tage; denn dort wird keine Nacht sein. ... Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes eines Leuchters, noch des Sonnenscheines; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit."

 

Daniel Schweigler

Bild: Sindelfingen am 21.06.2020

21. Juni

 

Was für ein Tag. Er hätte für Elisa nichts krasser kommen können. Sein Chef wollte ihn einfach stehen lassen und gehen. Einfach so. Aber Elisa lässt nicht locker. Er bleibt an der Seite von Elia. Dreimal versucht er ihn abzuwimmeln. Aber anschauen, was kommt. Auch seine anderen Propheten Kollegen bestätigen erst: Gott wird Elia zu sich holen. Seine Amtszeit ist vorbei, seine Aufgabe erfüllt. Jetzt wartet das Finale auf ihn: Gott lässt ihn durch ein himmlisches Gespann zu ihm holen.

 

2. Könige 2,11: Und es geschah, während sie noch miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel.

 

Und als hätte er es geahnt, das will sich Elisa auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Ein absolut einmaliges Ereignis. Einmalig? Moment mal, was passiert eigentlich, wenn unsere Aufgabe erledigt ist? Wenn Gott zu dir sagt: Der Dienst und Zweck, zu dem ich dich geschaffen habe, er ist nun erfüllt.

Was kommt danach?

 

2.Kor 5:1: "Denn wir wissen: Wenn unser irdisches Haus, das Zelt, abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnstatt von Gott, ein nicht von Menschenhand gemachtes, unvergängliches Haus im Himmel."

 

Das ist nur eine von vielen Stellen, die uns zeigen: das beste kommt erst noch. Wir mögen vielleicht keine solche spektakuläre Eskorte bekommen, wie es Elia damals hatte. Das Ziel ist jedoch das Gleiche: Nach Hause zu Jesus, der Beste Platz überhaupt.

 

Daniel Schweigler

Photo by Johannes Plenio on Unsplash 

20. Juni

 

1.Kor 10:31: "Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut: Tut alles zur Ehre Gottes!"

 

Die Ehre Gottes ist ein zentrales Thema in der Bibel. Im 1. Korinther 10 Wird vor allem die Frage nach Fleisch, dass Götzen geopfert wurde gestellt. Was hat das für Konsequenzen, vor allem für meinen Gegenüber. Für einige Christen in Korinth war die Frage nach „Was darf/sollte/muss ich tun in Bezug zu den Opfern und was nicht?“ eine, die sie beschäftigt hat. Es ist eine ganz pragmatische Frage, die sie in ihrem Alltag beeinflusst.

In meinem Alltag kenne ich das vor allem dann, wenn mein Gewissen sich meldet und mir sagt: Hey, das war jetzt gerade nicht so brillant.

Und so kennt doch jeder von uns die Frage nach dem, was in seiner Situation gerade richtig ist zu tun.

 

Ich finde diesen Vers sehr pragmatisch und hilfreich. Egal wie du dich in der Situation entscheidest, es kommt auf die Einstellung drauf an. Warum entscheidest du dich so? Hast du dich selbst, andere oder Gott im Sinn?

Gott hat uns seinen heiligen Geist gegeben. Er begleitet uns in diesen Fragen und bewirkt, dass Gott durch unser Leben die Ehre gegeben wird, wenn wir uns von ihm leiten lassen.

Auch in scheinbar banalen Fragen wir essen. In diesem Sinne: Mahlzeit! Zu Ehre Gottes.

 

Daniel Schweigler

Photo by Spencer Davis on Unsplash

19. Juni

 

"Denn wir sind nicht ausklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus, sondern wir haben seine Herrlichkeit selbst gesehen."

2. Petrus 1,16

 

Es gab wohl keine Zeit vor uns, in der der Wahrheitsgehalt von Mitteilungen und Nachrichten so leicht überprüft werden können sollte, wie in der heutigen Zeit. Neben Büchern/Archiven gibt es heute Zeitungen, Radio, Fernsehen und das Internet; alle diese können zur Ermittlung der Wahrheit "befragt" werden. Im Alltag kann der wahre Verlauf von Unfällen oder gar Verbrechen immer häufiger deshalb nachvollzogen werden, weil solche Ereignisse entweder von Überwachungskameras oder (ggf. zufällig) durch Passanten mittels Handykamera aufgenommen worden waren.

 

Diesem starken Trend zur Abbildung und Durchleuchtung des Weltverlaufs steht jedoch ein Trend zur Umdeutung der Wahrheit oder gar zur offenkundigen Lüge gegenüber. Diese "ausgeklügelten Fabeln" können sich bei vielen Menschen überraschend lange halten, hauptsächlich wohl deshalb, weil sie deren Weltbild zu bestätigen scheinen.

 

Ganz anders war es den ersten Jüngern ergangen: Ihr Weltbild war mit dem Tod Jesu zerbrochen; und nach der Auferstehung haben sie sich zum Teil energisch dagegen gewehrt, auf die Erzählung anderer hin an die Auferstehung Jesu zu glauben (vgl. Emmaus-Jünger, Thomas, Jünger auf den Bericht der Frauen hin).

 

Im obigen Vers lässt Petrus keinen Zweifel daran, dass die von ihm weitergegebe Botschaft nicht auf ihm zugetragenen Berichten beruht, sondern auf den Ereignissen, bei denen er Augenzeuge war. Die Tatsache, dass er (und auch die anderen Jünger) ihr Leben noch einmal vollständig drehten und diese Wende mit dem eigenen Leben zu bezahlen bereit gewesen sind, zeigt, wie sehr sie selbst von der Wahrhaftigkeit ihrer Botschaft - und damit dem, was sie selbst gesehen hatten - überzeugt waren.

 

Diese Überzeugung machte es Petrus unmöglich, die ihm anvertraute Botschaft zurückzuhalten: "Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben" (Apg 4,20).

 

Matthias Wanner

Photo by Julius Drost on Unsplash

18. Juni

 

 2 .Tim 2:13: "Werden wir untreu, so bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen."

 

Ich finde das sehr schön und eine ermutigende Tatsache, dass Gott an mir fest hält obwohl er ganz genau weiß, dass ich immer wieder hinfalle und Dinge tue, die nicht zu ihm passen. Er hilft mir auf, er ist an meiner Seite Sommer wie Winter. Er ist in jeder Situation bei mir, begleitet mich sorgt sich um mich, ist nicht wankelmütig.  Das bedeutet treu sein.

Ein Lied, dass das wunderbar thematisiert ist "Bleibend ist deine Treu", welches Thomas O. Chrisholm 1923 rückblickend über sein Leben gedichtet hat. Das Kernthema ist die Treue Gottes (Text siehe unten).

Auch ich möchte an Gott festhalten und mich durch seine Treue durch den heutigen Tag tragen und ermutigen lassen.

 

Daniel Schweigler

 

Bleibend ist deine Treu, o Gott mein Vater

Du kennst nicht Schatten, noch wechselt Dein Licht.

Du bist derselbe, der du warst vor Zeiten

An deiner Gnade es niemals gebricht.

 

Bleibend ist deine Treu , bleibend ist deine Treu

Morgen für Morgen dein Sorgen ich seh.

All meinen Mangel hast du mir gestillet

Bleibend ist deine Treu wo ich auch geh.

 

Ob es der Frühling ist, ob Herbst, ob Winter

Ob ich den Sommer seh in seiner Pracht.

Du hast die Welt dir geschaffen zum Zeugnis

Dir nur zum Ruhm und zum Preis deiner Macht.

 

Bleibend ist deine Treu…

 

Frieden und ewges Heil, Freude die Fülle

Fließt allen Menschen vom Kreuze herzu.

Gott gibt im Fleische sein Liebstes für Sünder

Führet im Opfer die Schöpfung zu Ruh.

 

Bleibend ist deine Treu…

 

Bleibend ist deine Treu (Originaltitel: Great is thy faithfulness)

Text: Thomas O. Chisholm (1866-1960)

Deutsch: Wolfgang Zorn

Melodie: William M. Runyan (1870-1957)

© 1923, ren. 1951 by Hope Publ.

Für D, A, CH: CopyCare Deutschland,

D-71087 Holzgerlingen

Von: http://www.anjalehmann.de/musik/songs-texte/tresore/bleibend-ist-deine-treu/

Informationen im Impuls aus https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Is_Thy_Faithfulness

 

 

17. Juni

Matthäus 6,9-15

 9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
11 Unser tägliches Brot gib uns heute.
12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.]
14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

 

Photo by Kate Remmer on Unsplash

16. Juni

Aber der HERR sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen; denn Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; der Mensch sieht auf das Äußere; der HERR sieht auf das Herz ( 1.Samuel 16,7- Schlachter)

Hast du schon mal eine Physalis gegessen? Das sind diese kleinen orangenen Dinger die im Restaurant auf dem Eisbecher oder dem Schokokuchen liegen.
Von außen sieht eine Physalis richtig verschrumpelt aus. Umgeben von welken braunen Blättern schlummert sie im Inneren: die pralle orangene Frucht. Wenn ich nicht hinter die Fassade schaue, würde ich die süß-saure Frucht nie entdecken und essen können.
So ähnlich stelle ich mir das bei Gott vor. Wir Menschen schauen viel zu sehr danach ob jemand nett aussieht, ob er gepflegt gekleidet ist, ob die Frisur sitzt oder wie jemand riecht. Auch Samuel dachte sofort das Davids Bruder Eliab der künftige König sein muss. Er sah halt aus wie ein künftiger Herrscher: groß und charismatisch, ein echter Anführer.
Was für Gott aber zählt ist das Herz. Und David war derjenige der das Herz "am richtigen Fleck" hatte. Gott war es wichtiger, dass der künftige König ihm von Herzen dient. Das Äußere spielt für seine Wahl dabei keine Rolle.
Deswegen lade ich dich dazu ein ab heute noch besser auf dein Herz aufzupassen. Anstatt zu viel Zeit in die Fassade zu stecken, investiere die Zeit doch in dein Herz. Dabei kann dich der Herr verändern, begleiten und auswählen um mit ihm gemeinsam Geschichte zu schreiben!

Nina Freiburg 

Photo by Jonathan Pielmayer on Unsplash

15. Juni

Psalm 33:20-22: "Auf Jahwe warten wir, / er ist uns Hilfe und Schild. Ja, an ihm freuen wir uns, / denn auf den heiligen Gott ist Verlass. Deine Gnade, Jahwe, möge über uns sein, / so wie es unsere Hoffnung war."

 

Das Schild in diesem Psalm hat eine grundlegend andere Bedeutung, als sie für uns heute im Alltag gebräuchlich ist. Während es für uns üblicherweise ein Wegweiser, Information oder Gebot darstellt, ist es ein Zeichen des Überlebens in Zeiten von David. Sein Schild bewahrt ihn vor den Gefahren des Feindes. Er gebraucht diesen Begriff für Gott, der ihn in seinem ganzen Leben Schutz und Sicherheit gegeben hat, auch wenn es brenzlig geworden ist. Grundlage dafür sagt er dann in Vers 21 und 22: das Vertrauen in Gott, in seine grenzenlose Liebe.

Rückblickend kann ich auch aus meinem Leben sagen, dass Gott in allen Situationen dabei war und mich nie alleine gelassen hat. Er hat mich durch getragen und einen Weg geebnet, mich in schwierigen Situationen getragen. Diese Psalm Worte und das zurückblicken auf die guten Erfahrungen mit Gott Sind auch heute Gründe um ihm weiter zu vertrauen und meine Hilfe von ihm zu erwarten.

 

Daniel Schweigler

Photo by Paweł Czerwiński on Unsplash

14. Juni

 

In erster Könige 13 wird innerhalb der 34 Verse ein spannender, tragischer, historischer Bericht erzählt über einen Propheten, den Gott gebraucht hat. Gegenüber dem König Jerobeam, Der nicht viel von dem Gott der Bibel hält, spricht er mutig kritische Worte, die ihm Gott in den Mund gelegt hat. So beeindruckend das ist, so spektakulär bewahrt Gott ihn auch vor dem Zorn des Königs.

Gut gemacht, soweit.

Trotz der ausdrücklichen Anweisung von Gott Auf seinem Heimweg nirgends einzukehren, fällt er aber auf die Lüge eines anderen Propheten herein und isst bei ihm.

 

1. Könige 13:17-18: "Denn Jahwe hat mir das ausdrücklich befohlen und außerdem gesagt, dass ich auf einem anderen Weg nach Hause zurückkehren soll." Da sagte der Alte zu ihm: "Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat mir im Auftrag Jahwes gesagt: 'Bring ihn mit nach Hause und gib ihm zu essen und zu trinken.'" Doch das war gelogen."

 

Trotz der ausdrücklichen Anweisungen von Gott lässt er sich auf die Lügen des Mannes ein. Im Verlaufe der Geschichte sehen wir, dass es ihm zum Verhängnis wird und er stirbt.

Ganz schön krass, denke ich mir. Der Prophet hat sein Leben für Gott riskiert, und dann sowas. Warum steht diese Geschichte im Alten Testament und was will uns Gott damit zeigen?

Folgende Situation kommt mir hierbei wieder in den Sinn. Eine Freundin von mir sagte mir sinngemäß, nach dem ich sie auf eine gewisse Gefahr hingewiesen habe: Ich dachte das sei völlig in Ordnung, weil mir eine langjährige Christin dazu geraten hat.

 

Ich denke nicht, dass uns diese Geschichte Angst machen soll. Im allerhöchsten Fall, dass wir Gott fürchten (ehren) als den Allmächtigen. mich persönlich fordert sie heraus, alle die Dinge, die mir Menschen sagen mit der Bibel abzugleichen. Auch wenn mein Gegenüber Pastor, Missionar heißt oder sogar meine Eltern sind. Manchmal finde ich das anstrengend, aber durch diese Geschichte möchte ich mich neu dazu motivieren lassen. Ich glaube es lohnt sich.

 

Daniel Schweigler

Photo by Steven Wright on Unsplash

13. Juni

Ps 40:2: "Sehnlichst hoffte ich auf den HERRN, da neigte er sich zu mir und hörte mein Schreien."

 

Geduld ist keine Stärke von mir, und ich bin mir sicher, da bin ich nicht alleine. Ganz besonders, wenn ich mich in einer schwierigen Situation befinde fällt mir das nicht leicht. Gerade diese Woche haben sich erste Anzeichen eines Defekts an meinem Auto gezeigt, der mir bei weiterer Recherche die Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben. Sofort habe ich das entsprechende Werkzeug und die Ersatzteile online bestellt um am Sonntag eine größere Strecke fahren zu können. Nach der Bestellung wurde mir allerdings angezeigt: Lieferung der Bauteile am Montag. Ein sehr mulmiges Gefühl blieb übrig. “Gott, du hast mich bislang immer gut versorgt und geleitet. Du wirst es auch diesmal machen.“ Das war mein Gebet.

2 1/2 Tage später zeigte der Sendungsbericht aber Samstag an. Hoffnung und Zuversicht machte sich breit: „Siehst du, Gott hat doch eh alles im Griff.“ dachte ich. 

Der Beginn von Psalm 40 ist direkt eine Ermutigung für den Alltag. Das Vertrauen auf Ihn lohnt sich, er sieht und hört mich. Und nicht nur das, er wendet sich mir zu. Wie ein Vater seinem Kind wenn es etwas braucht.

 

Sofort nach Fertigstellung diesen Impulses bekam ich die Nachricht: Ihre Sendung ist in das Zustellfahrzeug geladen worden. Puh. Gott ist gut. 

Photo by Szilvia Basso on Unsplash

Gestaltung: Daniel Schweigler

 

12. Juni

Text: Römer 6,26 (Luther)

Gestaltung: Daniel Schweigler

Photo by Ravi Roshan on Unsplash

11. Juni

 

1 Könige 10:24: "Und alle Welt begehrte Salomo zu sehen, um seine Weisheit zu hören, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte."

 

Was bedeutet es Weise zu sein? Mit dieser Frage sind viele Menschen, selbst Könige und Königinnen zu Salomon gekommen (1. Könige 9 sowie 10,24). Die salomonische Weisheit ist selbst heute noch sprichwörtlich. Ich habe einmal eine Definition gehört, nach der Weisheit die Fähigkeit ist, in einer Situation richtig und gut zu entscheiden.

Stolz hingegen ist ein Element, dass viel Negatives mit sich führt. Salomo thematisiert das sieben Mal im Buch der Sprüche. 76 Mal komm dieses Wort insgesamt in der Bibel vor (Schlachter Übersetzung). Im Gegensatz zu Weisheit hat Stolz durchweg negative Auswirkungen, Streit wird als Folge in Sprüche 13:10 aufgezeigt.

 

Spr 13:10: "Stolz führt zu Streit; weise ist, wer guten Rat annimmt."

 

1 Johannes 2:16 spitzt das Ganze noch mehr zu und zeigt Stolz als eine von drei Komponenten, die In Gottes Augen erheblich problematisch ist.

 

1. Joh 2:16: "Denn die Welt kennt nur das Verlangen nach körperlicher Befriedigung, die Gier nach allem, was unsere Augen sehen, und den Stolz auf unseren Besitz. Dies alles ist nicht vom Vater, sondern kommt von der Welt."

 

Gott beschenkt uns jeden Tag neu mit vielen guten Dingen, Kraft, Fähigkeiten, Gelingen. Ich möchte Mir an diesem Tag neue darüber bewusst werden, dass alles Gute aus seiner Hand kommt.

Entgegen der hochmütigen Gefühle, die manchmal in mir hochkommen, möchte ich aufkeimenden Stolz entgegentreten und stattdessen Gott die Ehre geben. Er helfe mir dabei.

 

Daniel Schweigler

Photo by Matt Lamers on Unsplash

10. Juni

Text: Psalm 84,11 (Züricher Bibel)

Gestaltung: Daniel Schweigler

Photo by Dorian Mongel on Unsplash

09. Juni

 

"HERR, du hast mich erforscht und kennst mich!  Ich sitze oder stehe, so weißt du es; du merkst meine Gedanken von ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; ja es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht völlig wüßtest!" (Psalm 139, 1-4; Schlachter)

"Was motiviert dich morgens aufzustehen?"
Diese Frage wurde mir letzte Woche im Hauskreis gestellt. Da gab es für mich direkt zwei Antwortmöglichkeiten. Die "christliche" Antwort wäre: "Na der Herr natürlich!"
Gleichzeitig war da aber auch diese "weltliche" Antwort in mir: Manchmal bin ich morgens gar nicht motiviert und möchte liegen bleiben. Oft ist es eine Geburtstagsfeier, eine Verabredung oder einfach die Tatsache, dass es Freitag ist, die mich morgens aufstehen lässt.
Aber ist diese Seite in mir jetzt falsch? Sollte ich nicht wirklich jeden Morgen neu motiviert sein darüber dass der Herr mir diesen Tag geschenkt hat?
Und dann denke ich an diesen Bibelvers. Der Herr kennt meine Gedanken, er kennt mein Herz und er weiß ganz genau, wie und warum ich morgens unmotiviert im Bett liege. Und trotzdem liebt er mich. Ihm muss und kann ich also nichts vormachen.
Aber der gleiche Gott hat mir auch seinen Geist geschenkt. Einen wirklichen Motivator! Vor kurzem haben wir uns an Pfingsten erneut daran erinnert, wie Gott ihn uns als Begleiter auf diese Erde sandte. Und mein Gebet soll jeden Morgen neu sein, dass ich den Tag mit Gott gemeinsam angehen will, begleitet und geführt durch seinen Geist. Und so kann es mir wirklich gelingen diese beiden Seiten in mir zu verbinden. Wenn das keine begeisternde Motivation für diesen Tag ist!

 

Nina Freiburg

Photo by David Mao on Unsplash

08. Juni

 

"HErr, Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht."

2. Könige 19,15


Das Leben Hiskias kannte viele Aufs und Abs; auch wenn die Bibel von ihm bezeugt, dass "er tat, was dem HErrn wohlgefiehl", so gab es diese Aufs und Abs in seinem Leben auch in geistlicher Hinsicht. Er schwankte oft zwischen Demut und Hochmut (vgl. z.B. 2Chr 32,25+26).


Mit den obigen Worten beginnt Hiskia sein Gebet, als er den Drohbrief des militärisch überlegenen Assyrerkönigs erhalten und ihn im Tempel vor Gott ausgebreitet hatte. Es ist ein Gebet in höchster Not. Aber anders, als in seinem späteren "Notgebet" um Heilung von seiner Krankheit (Jes 38,10 ff), kommt hierin das Wort "ich" (oder "mein", "mir", "mich") nicht vor; vielmehr leitet er sein Gebet hier mir einem dreifachen "du" ein.


Es fällt schon auf, dass auch das Vaterunser zunächst mit einer dreifachen An- und Ausrufung Gottes beginnt, bevor zum ersten Mal eine menschenbezoge Bitte ausgesprochen wird.

 

Beide Stellen wollen uns jedoch mit Gewissheit nicht mit einer besonders erfolgversprechenden "Gebetstaktik" bekannt machen, die es in Worten nachzuahmen gilt; vielmehr zeigen sie uns auf, mit welcher Blickrichtung wir in ein Gebet eintreten sollen. Was bei einem Gespräch zwischen Menschen eigentlich gewöhnlich ist - nämlich, dass man zunächst das Gegenüber ansieht und es in seiner Persönlichkeit wahrnimmt - das fehlt uns beim Beten allzuoft.


Deshalb: Wohin schauen wir, wenn wir in ein Gebet eintreten? Auf unser Anliegen oder auf die Art unseres Gottes?

 

Matthias Wanner

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07. Juni

 

Apg 12:3-5,11: " Als er merkte, dass das den Juden gefiel, ließ er auch Petrus festnehmen. Das geschah während des Festes der ungesäuerten Brote.  Er ließ ihn ins Gefängnis schaffen und von vier Gruppen zu je vier Soldaten bewachen. Nach dem Passafest wollte er ihn vor dem Volk aburteilen. Während Petrus streng bewacht im Gefängnis saß, betete die Gemeinde inständig für ihn zu Gott. …

[… Spektakuläre Rettungsaktion von Gott …]

11: Jetzt kam Petrus zu sich. "Nun weiß ich wirklich, dass der Herr seinen Engel geschickt hat", sagte er. "Er hat mich vor Herodes gerettet und vor dem, was die Juden sich erhofften.""

 

Kennst du die Geschichte aus Apostelgeschichte zwölf, bei der Petrus von Herodes ins Gefängnis geworfen wird und Gott ihn aber wunderbar befreit? Bestimmt. Er schickt einen Engel, löst seine Ketten, öffnet die Türen des Gefängnisses und schickt Petrus nach Hause zu den anderen Christen. Keiner der Soldaten bemerkt etwas. Eine wunderbare, beeindruckende Geschichte in der wir Gottes Handeln sehen. Selbst in der Kinderstunde hören wir von dieser Geschichte. Aber. Aber ist dir auch bewusst gewesen, dass es in Vers zwei heißt, dass der Jünger Jakobus in der genau gleichen Situation gesteckt hat wie Petrus, jedoch von Gott nicht so gerettet wurde?

 

Vor dieser wunderbaren Geschichte steht nämlich folgender kurze Vers, der das Leben von Jakobus maßgeblich verändert:

Apg. 12:2 „Jakobus, den Bruder von Johannes, ließ er enthaupten.“

Punkt. Ende seiner Geschichte. Ein Vers.

Warum? Warum handelt Gott das einmal so und das andere Mal so? Ist das nicht gemein?

 

Gott macht keine Fehler und sein Handeln ist stets gut. Ich behaupte, für beide ist das Beste geschehen und beide haben sehr profitiert: Jakobus durfte fortan im Himmel sein bei seinem Herrn. Und Petrus hat ein Erlebnis mit Gott gehabt, dass ihn und die Menschen bis in die heutige Zeit ins Erstaunen bringt über Gottes Macht.

 

Wann hast du dich das letzte Mal gefragt: Warum ich? Gott liebt mich. Warum mich? Er schenkt mir jeden Tag leben, Nahrung, Kleidung, Menschen um mich herum mit denen ich kommunizieren kann, ein Dach überm Kopf, die beste Zukunftsperspektive (Himmel)… warum ich? Er ist derjenige auf den ich mich in schwierigen Zeiten verlassen kann, er ist bei mir, gibt mir Kraft und Halt. Er hat versprochen, dass alle Dinge mir zum Besten dienen müssen (Römer 8:28). Er segnet und beschenkt mich jeden Tag reichlich. Warum ich? Warum?

 

Alles was ich dazu sagen und Ihm als Antwort geben kann ist: Danke Gott, mein Herz ist dein und ich vertraue dir. Danke!

 

Daniel Schweigler

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06. Juni

Text: 2. Petrus 1:3 (NeÜ)

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05. Juni

 

Namenslisten gibt es in der Bibel einige. Meistens lese ich nur flüchtig darüber, sie sagen mir nicht viel. Eine lese ich aber besonders gerne: Die Elitekämpfer von König David (2. Samuel 23,8ff). Hier tauchen sowas wie drei Musketiere auf, und eine Gruppe von 30 top Kämpfern.

Diesen Menschen bist du besser in friedlicher Absicht begegnet, denn sie haben sich durch Mut und Tapferkeit ausgezeichnet. Wenn andere davongerannt sind, sie sind geblieben und haben für ihren König gekämpft.

Aber warum bitte steht eine solche Liste in der Bibel? Warum werden sie so geehrt? wieso spricht mich dieser Text als Mann so an?

Ich denke, Gott zeigt uns an dieser Stelle erneut, dass Mut und Tapferkeit eingesetzt für die richtige Sache erstrebenswerte Eigenschaften sind.

 

Auf der Suche nach dem Wort „courage“ (= Mut) bin ich auf 34 Verse gestoßen. In 28 davon werden Menschen von Gott oder anderen Menschen ermutigt, das Richtige zu tun.

 

1Chr 19:13: "Hab Mut und lass uns stark sein für unser Volk und die Städte unseres Gottes! Dann soll Jahwe tun, was ihm gefällt.""

 

Jos 23:6: "Und ihr sollt sehr mutig sein und alles halten, was im Buch der Weisung des Mose geschrieben steht, und danach handeln; weicht nicht davon ab, weder nach rechts noch nach links,"

 

Und heute? Die Bibel spricht von geistigen kämpfen, der Kampf des Glaubens (siehe z. B.  2. Kor. 10:4-5) mit einer von Gott gegebenen Waffenrüstung (Epheser 6,11ff). Dabei sind unsere Gegner niemals Menschen, auch wenn ich mich über jemanden sehr aufrege. Nein. Versuchungen, Sünde, Satan, Ungehorsam gegenüber Gott sind unsere Gegner.

Häufig fehlt mir der Mut das Richtige zu tun und so kommt es nicht von ungefähr, dass die Bibel und sagt, dass wir uns gegenseitig ermutigen sollen.

 

2Kor 13:11: "Liebe Freunde,[3] ich schließe meinen Brief mit diesen letzten Worten: Freut euch. Ändert euer Verhalten.[4] Ermutigt einander. Haltet fest zusammen und habt Frieden untereinander. Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein."

 

Daniel Schweigler

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04. Juni

Text: Matthäus 17,20 (LUT)

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Design: Daniel Schweigler

 

03. Juni

 

Barsillai der Gileaditer - Ein Kurzporträt 

Ein biblischer Charakter ist mir nie aufgefallen bis er mich heute in besonderer Art berührt hat: Barsillai der Gileaditer.

Ein Kurzporträt:

 

2Sam 19:33: "Barsillai war aber sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren; und er hatte den König versorgt, als er zu Machanaim weilte, denn er war ein sehr reicher Mann."

 

er wird insgesamt zehnmal in der Bibel erwähnt Und wir erfahren, dass er ein sehr loyaler, reicher, barmherziger Mensch ist, dessen guter Ruf und Taten über seinen Tod hinaus reicht (1. Könige 2,7) . Während Davids Sohn Absalom eine Rebellion gegen ihn startet und König David aus Jerusalem flieht, ist Barsillai eine Schlüsselfigur, die das Königshaus mit dem Lebens notwendigen versorgt (2. Samuel 17,27-29).

Er kommt zu David um ihn auf seinem Weg zurück in den Palast zu verabschieden und seinen Respekt zu zeigen. David wiederum möchte ihn nach Jerusalem mitnehmen und ihm viel Gutes tun, ihm seinen Dank für seine guten Taten zeigen. Was für eine große Ehre. Doch Barsillai lehnt respektvoll und dankend ab, und bittet, dass  stattdessen seinen Diener Kimham diese Ehre erhält. SEIN DIENER!!! Wie bitte?

Barsillai denkt nicht an sich selbst sondern hat stehts seine Mitmenschen im Blick, wie man sieht. Zuerst tischt er für die Mannschaft des Königs auf und nimmt dann nicht einmal den Dank für sich selbst an. An diesem Herzigen, selbstlosen, treuen und beim herzigen Menschen möchte ich mir auch heute ein Vorbild nehmen. Gott zeigt uns in diesem Menschen, was gute Charaktereigenschaften sind die ihn Ehren.

 

Daniel Schweigler

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Mit informationen aus gotquestions.org

02. Juni

Aber der Herr  ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.  2. Thess. 3,3

 

Treue, Verlässlichkeit wünschen wir uns das nicht alle?

Das wird hier von Gott behauptet. Aber ist das denn so? Wo ist Gott in der Corona Pandemie? Warum lässt er das zu?

Bereits vor vielen tausend Jahren hat Gott Noah nach der Sintflut versprochen:

„Solange die Erde steht soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht (1. Mose 8,22)

Und er hat sich daran gehalten. Letztlich leben wir alle davon, jeden Tag. Staunend wir noch über diese Treue?

Wer die erleben will, der kann immer wieder in der Bibel nachlesen, was Gott alles versprochen hat, z.B. das er dich liebt, ja dich ganz persönlich, so wie du bist und das gerade besonders dann, wenn du es selber am Wenigsten kannst.

Doch das ist noch nicht alles! Wer sich auf seine Treue verlässt, für den hat er noch mehr bereit: Stärkung und Bewahrung vor dem Bösen.

Willst du das erleben? Dann fange an sein Wort zu lesen, z.B. unter www.bibel-online.net und beginne mit Johannes Evangelium.

UND bitte ihn und nimm sein Wort so wie du es verstehst. Gott segne Dich.

 

Peter Klotz

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01. Juni

 

"Was verborgen ist, ist des HErrn, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unseren Kindern ewiglich, dass wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes."

5. Mose 29,28


Dieser Vers steht am Ende einer düsteren Vorausschau Moses auf das, was Israel widerfahren wird, wenn es sich von seinem Gott lossagen sollte. Beinahe verwirrend ist die Perspektive, aus der die vorausgehenden Verse geschrieben sind: Mose spricht hier zum Volk aus dem Blickwinkel der Heiden in der Zukunft, die dann auf den Verfall Israels - bis dahin, dass das Volk "in ein anderes Land geworfen " wird - Rückschau halten werden.  Für Israel, das diese Worte aus Moses Mund unmittelbar vor der anstehenden Landnahme und dem Tod Moses zu hören bekommt, kann dies kaum ermutigend gewesen sein.


Kennen wir das? Wir stehen vor großen Aufgaben, von denen wir glauben, dass wir sie nur mit entschlossen hochgekrempelten Ärmeln und viel Rückenwind werden bewältigen können; aber was dann geschieht, ist, dass uns scheinbar schon im Startblock der Wind ins Gesicht bläst.


Unser Vers sagt uns: Ja, es gibt das für uns Undurchdringliche, das auf uns lähmend wirkt. Aber: es "steht bei dem HErrn"; wir können es seine Sache sein lassen. An uns ist es, unser Leben unbeirrt an dem auszurichten, was uns von Gott gesagt ist, ob wir nun Rückenwind spüren oder nicht.

 

Matthias Wanner

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