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Impuls des Tages

31. Mai

 

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes! 

(Röm. 15, 13)

 

Diese Woche fand das zweite Online-Gebetstreffen im deutschsprachigen Raum statt, bei dem Christen verschiedener Kirchen und Gemeinden gemeinsam gebetet haben. Dieses Mal, so kurz vor Pfingsten, war es die Bitte um den Heiligen Geist, die den Initiatoren auf dem Herzen lag und die uns verbunden hat. Dabei ist sicher allen klar, dass wir als Christen ja den Heiligen Geist schon empfangen haben. Manch einer fragt sich vielleicht, warum man denn nun erneut darum bitten muss. Das ist eine berechtigte Frage, die ich früher auch immer gestellt habe.

Nun ist es aber einfach so, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob ich den Heiligen Geist habe oder ob er mich hat und Raum in mir einnehmen kann mit seinen guten Gaben. Es macht einen Unterschied, ob seine Kraft zur Entfaltung kommt oder ob es aus unserer Kraft geschieht, was wir tun. Wenn seine Kraft am Werk ist, dann entsteht neues Leben, dann werden Menschen geistlich lebendig. So wie damals beim ersten Pfingsten…

Deshalb können wir Jesus nicht genug bitten, dass er uns durch seinen Geist erfüllt, mit  Freude und Frieden, damit wir überströmen in der Hoffnung durch die Kraft des HeiligenGeistes und andere davon „infiziert“ werden!

 

Sonnhild Wagner

Photo by Martin Adams on Unsplash

30. Mai - Bitte sprich zu mir!

 

Wonach ich wirklich Sehnsucht habe ist, dass Gott zu mir ganz persönlich spricht. Dass ich seine Stimme höre und er mir sagt, was er von mir denkt. Ich möchte wissen, wie er meine konkrete Lebenssituation einschätzt. Ich möchte auch wissen, wo ich mich falsch verhalten habe. Und ich brauche oft auch einfach die Bestätigung, dass er mich lieb hat.

Im Psalm 91 gibt es drei solche Verse – direkt aus seinem Mund.

 

»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten;

er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;

ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

 

Psalm 91, 14-16

 

Danke, Vater, dass Du mich lieb hast. Du bist für mich und nicht gegen mich. Du hörst mich und beschützt mich. Du bist bei mir, wenn ich ängstlich und überfordert bin. Du schenkst mir langes- ja sogar ewiges Leben. Ich habe Dich lieb!

Amen

 

Renate Weiss

Photo by Nick Fewings on Unsplash

29. Mai

 

Ps 47:1-9 (NeÜ)
Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von den Söhnen Korachs.

(2) Ihr Völker alle, klatscht in die Hände! / Lobt Gott und lasst euren Jubel laut hören!
(3) Denn Jahwe, der Höchste, ist aller Ehren wert, / ein großer König über die ganze Welt.
(4) Er hat uns Völker unterstellt, / uns ganze Nationen zu Füßen gelegt.
(5) Er hat für uns das Erbland ausgewählt, / den Stolz der Nachkommen Jakobs, die er liebt. ♪
(6) Unter Jubelgeschrei stieg Gott empor, / Jahwe, beim Dröhnen des Schofar.
(7) Singt und spielt zu Gottes Ehre, / singt und spielt unserem König!
(8) Denn Gott ist König der ganzen Erde, / singt ihm euer schönstes Lied!
(9) Gott ist König über die Völker; / Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.
(10) Die Großen der Völker kommen herbei / als Volk des Gottes Abrahams, / denn ihm gehören die Herrscher der Völker. / Er allein ist über alle erhöht.

 

Photo by Zac Durant on Unsplash

28. Mai

2Sam 12:26-30: "In der Zwischenzeit belagerte Joab mit dem Heer Israels weiter die ammonitische Stadt Rabba und eroberte schließlich die Königsstadt. Joab schickte Boten zu David mit der Nachricht: »Ich habe gegen Rabba gekämpft und den Stadtteil, der am Fluss liegt, erobert. [2] Jetzt komm mit dem restlichen Heer und nimm die ganze Stadt ein, dann wird der Ruhm des Sieges über die Stadt dir und nicht mir zufallen.« Da führte David den Rest seines Heeres nach Rabba und eroberte die Stadt. … David machte reiche Beute in der Stadt."

 

Joab ist ein ambivalenter Charakter in der Bibel. Als Heerführer bzw. General dient er König David, der gleichzeitig sein Onkel ist. Er ist ein Charakter starker Mensch, Hat aber durchaus auch schwere Fehler gemacht. In diesen Versen fällt mir aber eine sehr positive Eigenschaft von ihm auf: er ist loyal, treu, hält zu seinem König. Eigentlich hätte König David bei ihm sein sollen, dass Heer in ihren Kämpfen unterstützen. Stattdessen vergnügt sich König David in seinem Palast mit seiner Nachbars Frau und Joab macht die ganze anstehende Arbeit.

Doch trotz allem stellt sich Joab zurück, ist demütig und lässt seinen König das goldene Finale, Ruhm und Ehre übrig.

Ich möchte diesen Lebensstil von ihm lernen, auf das alles was ich tue zur Ehre Gottes geschieht. Johannes der Täufer drückt es im Kontext von Jesus sprechend einmal so aus:

 

Joh 3:30: "Er muss immer größer werden und ich immer geringer."

 

Jeder von uns hat Menschen, die über ihm stehen. Ein Chef, die Eltern, Lehrer, der Staat… Auch wenn ich es nicht einfach finde, so zeigt mir Joab hier, dass es gut und richtig ist nicht krampfhaft nach seiner eigenen Ehre zu schauen, sondern in Demut treu und loyal zu dienen.

Dass Gott das nicht entgeht, sehen wir in diesen Versen ebenfalls: der Leser dieser Geschichte ja ganz klar (über die Jahrtausende hinweg), dass es eigentlich nicht Davids, sondern Joabs Erfolg ist.

 

Röm 13:7: "Gebt jedem das, was ihm zusteht: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Respekt, dem Respekt, und Ehre, dem Ehre gebührt!"

 

Daniel Schweigler

Photo by cyril mazarin on Unsplash

 

27. Mai

 

1Sam 14:6: "Jonatan sagte zu seinem Waffenträger: "Komm, wir gehen zum Posten dieser Unbeschnittenen dort drüben. Vielleicht wird Jahwe etwas für uns tun, denn für ihn spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind.""

 

Was für ein cooler Typ, denke ich mir. Er befindet sich in einer ziemlich prekären, gefährlichen Situation und trotzdem dieses Vertrauen. Die Israeliten sind mal wieder ihren Feinden, den Philistern gegenüber stehend. Dabei sind die Israeliten extrem schlecht ausgerüstet, da die verletzte sie in den Jahren zuvor unterdrückt haben. Saul und seine Armee trauen sich nicht so recht anzugreifen. Nur einer bringt volles Gottes-Vertrauen auf: Jonathan. Er und sein Waffenträger (Bodyguard) ziehen alleine, korrigiere: Gemeinsam mit Gott, zu einem Außenposten der Philister. Menschlich gesehen ein hoffnungsloses Ungleichgewicht.

Die Philister machen sich direkt lustig: Sieh einer an, die Israeliten kommen aus ihren Verstecken gekrochen.

Jonathan weiß aber, dass es nicht auf die Anzahl der Kämpfe ankommt, sondern was Gott aus dem Ganzen macht. Gott  belohnt  das Vertrauen wie wir im Folgenden sehen:

 

1Sam 14:15: "Da brach im Heer der Philister Panik aus — sowohl im Lager als auch auf dem Feld, unter den Wachen und den Stoßtrupps. Dann bebte die Erde und alle waren außer sich vor Entsetzen über Gottes Handeln."

 

Ist das unglaublich, was für einen wahnsinnig großen Gott wir an unserer Seite haben. Egal wie groß die Schwierigkeit aussehen mag, im Vertrauen auf ihn kann er wunderbare Dinge machen.

 

Daniel Schweigler

Photo by Nik Shuliahin on Unsplash

26. Mai

 

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! 1. Korinther 16,13

 

Was für eine Aufforderung! Je nach dem von welcher Seite man kommt, kann diese Aufforderung eine große Ermutigung sein oder es kann sich jemand davon auch überfordert fühlen. Aber Paulus will mit diesem Vers an die Gemeinde in Korinth nicht überfordern, sondern ermutigen und aufbauen. Wie soll das aber gehen? Dieser Satz könnte doch fast von einem Motivationstrainer zur Selbstoptimierung stammen: Du musst nur an Dich selbst glauben und mutig und stark sein und dann wird alles gut.

 

Aber so steht es ja Gott sei Dank nicht hier, sondern ganz anders: „Wachet, steht im Glauben“. Die erste Aussage ist tatsächlich eine Handlungsaufforderung: „Wachet“. Paulus möchte, dass wir aufmerksam sind. Dass wir achtgeben darauf, ob wir im Glauben stehen. Was heißt „im Glauben stehen“? Es heißt, ob wir Gott noch in allen Dingen vertrauen. Ob wir glauben, dass er immer noch größer ist als unser Problem.

Und hier liegt der Schlüssel von diesem Vers. Wenn ich im Glauben stehe, d.h. wenn ich Gott vertraue, dass er größer ist als alles, was auf mich jeden Tag, jede Stunde einstürmt, dann kann ich mutig und stark sein. Aus mir selbst heraus kann ich dies nicht. Das wäre tatsächlich eine Überforderung. Deshalb lasst uns heute gemeinsam wachsam sein und darauf achten, dass wir im Glauben stehen.

 

Johannes Weiss

Photo by Tetiana SHYSHKINA on Unsplash

24. Mai

Kennst du das, völlig überrascht zu sein? Hast du das schon erlebt? Eine Situation, auf die du überhaupt nicht vorbereitet bist obwohl du es eigentlich wissen hättest können?

 

Ich bin auf einen etwas größeren Spaziergang gegangen, wegen des Wetters natürlich leicht bekleidet.

Ziemlich genau auf der Hälfte des Weges beginnt es stark zu winden, zu regnen und die Temperatur fällt. Ich war vollkommen unvorbereitet, bin klatschnass geworden und wie ins Wasser gefallen zu Hause angekommen. Theoretisch hätte ich es besser wissen können, da ich am Vortag auf den Wetterbericht geschaut habe. Ich hatte es schlicht und einfach vergessen.

 

In dieser Situation fällt mir ein, was Jesus uns Christen gesagt hat: Seid vorbereitet. Ich komme bald. An verschiedenen Stellen im Evangelium sagt er uns, dass er unerwartet kommen wird.

Eigentlich weiß ich das. Aber habe ich das auch in meinem Alltag vor Augen? Hm…

Er könnte jederzeit kommen. Bin ich vorbereitet, wenn Jesus heute wiederkäme?

In seinen Worten zu Endzeit in Markus 13 bringt das Jesus mit einem Vers besonders auf den Punkt:

 

Mk 13:23: "Ihr aber, gebt acht! Ich habe euch alles vorhergesagt."

 

Außerdem sehr lesenswert in dem Zusammenhang: 1. Thessalonicher 5.

Auszüge daraus:

 

1.Thess 5:2,4,6: "Ihr wisst ja selber genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. ... Ihr aber, liebe Brüder und Schwestern, lebt nicht in der Finsternis, so dass euch der Tag überraschen könnte wie ein Dieb. ... Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein!"

 

Über Musik kann man ja bekanntlich viel streiten, vom Text her finde ich folgendes Lied aber sehr passend. Es ermutigt uns, alles auszuräumen was im Weg steht und uns auf Jesus wiederkommen vorzubereiten:

Even So Come w/ Lyrics (Chris Tomlin)

 

 

Daniel Schweigler

Photo by Liv Bruce on Unsplash

 

23. Mai

"Heile du mich, HErr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen."

Jeremia 17,14

 

Dieser schlicht formulierte Satz ist wohl schon von vielen Menschen, die krank waren, gebetet worden. Dagegen ist nichts einzuwenden; wenn man aber den Textzusammenhang liest, wird ersichtlich, dass Jeremia diese Worte wohl nicht deshalb gesprochen hat, weil er (körperlich) krank geworden war. Im Vers davor lesen wir: "Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden, und die Abtrünnigen müssen auf die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HErrn, die Quelle des lebendigen Wassers". Und im Anschluss an die Bitte um Heilung und Hilfe heißt es: "Siehe, sie sprechen zu mir: "Wo ist denn des HErrn Wort? Lass es doch kommen!"".

 

Jeremia lebt in einem Umfeld, das von Gott abgekehrt ist, ja, das seine Abkehr von Gott sogar zelebriert. Kennen wir das? Haben wir das auch schon erlebt, dass uns ein solches Umfeld in einen Zustand bringt, der dem des Krankseins gleichkommt? Dass dann auch in uns Eindrücke, Gedanken und Empfindungen stark werden, die zwar von unserem Abstand zu einem solchen Umfeld herrühren, die uns aber auf eine kaum fassbare Art in eine dem Umfeld gleiche, angeschlagene Ebene bringen wollen.

 

"Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein", dieser Satz stammt vom selben Menschen, der auch sagte "Gott ist tot!" und der im Wahnsinn endete (Friedrich Nietzsche).

 

Auch viele Menschen zur Zeit Jeremias lebten am und in einem solchen Abgrund der Gottesverleugung und -verachtung. Er bewirkte, dass selbst nach dem äußerlich vollzogenen Gericht (Eroberung Jerusalems durch die Babylonier) beim übriggebliebenen Rest noch immer keine Loslösung vom falschen Weg, sondern zunehmend Chaos und Wahnsinn der Gottlosigkeit um sich griff (vgl. Kap. 41-43). Einmal dem Abgrund entstiegen, ist das ist die ansteckendste Krankheit der Welt. Jeremia wusste: Kein Mensch - auch ich selbst nicht - kann diese Krankheit aufhalten oder heilen. Und darum: "Heile du mich, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen!".  

 

Matthias Wanner

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

22. Mai

Neben unserem kleinen Dorf ist eine recht große Burgruine: Die Hochburg Hachberg. Sie wurde etwa 1100 erbaut, im 13. Jhd. erweitert und diente als Regierungssitz der Grafenschschaft Hachberg.

Durch den französischen König Ludwig XIV wurde sie aber im 17. Jhd. zerstört.

Während ich durch die Burgruine spaziere, stelle ich mir vor wie pompös und prachtvoll das Leben an diesem Ort einmal gewesen sein muss. Man sieht sie aus der Rheinebene herausragen und ich bin mir sicher, die Menschen haben damals schon von weitem dieses Bauwerk bestaunt.

Wenige Jahre nach ihrer Zerstörung wurde sich dagegen entschieden, sie wiederaufzubauen. Und heute? Hier kann kein Mensch mehr wohnen, es ist lediglich zu einem Ausflugsziel für Spaziergänger und Fahrradfahrer geworden.

 

Wie ist das in meinem Glaubensleben? Welche Priorität hat Gott in meinem Alltag?

im Brief an die Gemeinde in Ephesus (Offenbarung 2,1-7) beschreibt Johannes die geistlichen Ruinen dieser Versammlung so:

Offb 2:4: "Ich habe dir aber vorzuwerfen, dass du deine erste Liebe verlassen hast."

Außen hui (es ist eine aktive Gemeinde) innen pfui (falsche Motivation, nicht aus Liebe zu Jesus).

Vielleicht sind es aber auch einfach die äußeren Umstände, die mir zu schaffen machen, mich erschöpfen, mein Lebenshaus bröckeln lassen.

Wie auch immer unsere Lage aussieht, Gott bietet uns an Heilung zu schenken. Er möchte uns wiederaufbauen, wenn wir uns ehrlichen Herzens an ihn wenden:

 

Ps 71:20-21: "Du, der du uns viele Bedrängnisse und Übel hast sehen lassen, du wirst uns wieder beleben, und uns wieder heraufführen aus den Tiefen der Erde. Du wirst meine Größe mehren, und du wirst dich wenden und mich trösten."

 

Daniel Schweigler

21. Mai

Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen [Luk. 2, 19]

 

Martin Luther sagte „Die Heilige Schrift ist ein Kräutlein; je mehr du es reibst, desto mehr duftet es.“ Wer schon einmal an einem Blatt Zitronenmelisse o.ä. gerochen hat, es anschließend rieb und erneut roch, der weiß, was gemeint ist: Der Geruch ist ungleich intensiver! Was sich beim ersten Riechen zart andeutete, explodiert förmlich.

Faszinierend an der Bibel ist sicher: Man kann sie immer wieder lesen – es wird nicht langweilig! Passagen, die zunächst unzugänglich schienen, werden plötzlich zugänglich. In wohlbekannten Abschnitten entdeckt man andere, tiefere Facetten. Plötzlich springt einen ein kleiner Nebensatz an und entpuppt sich als wahrer Schatz.

Es ist auch interessant, verschiedene Kommentare oder Auslegungen zu einer Passage zu lesen: Erstaunlich, wie  unterschiedlich man sich einem Text nähern, ihn auslegen kann.

Was tun mit den Bibelworten? Maria macht es vor: Sie im Herz behalten und bewegen.

Nach hebräischem Verständnis ist das Herz der Sitz von Denken, Fühlen und Wollen; für Vernunft und Urteilsvermögen. Dort müssen Gottes Worte behalten, bewegt oder nach Luther „gerieben“ werden. Um ihre lebensfördernde Wirkung zu entfalten – egal, ob als Korrektiv oder Ermutigung.

 

Im lutherischen Sinne wünsche ich uns Zeit und Raum  für intensive „Geruchserlebnisse“

 

Anja Bachmann

Photo by Angèle Kamp on Unsplash

20. Mai


Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Tim. 1, 7)

 

Es gibt viele Gründe (nicht erst seit Corona), warum wir verzagt sein können, Ängste oder Sorgen uns im Griff haben können, die Belastungen des Alltags uns niederdrücken. Wie schnell kann sich dann Entmutigung breit machen, uns in Beschlag nehmen.  

Oder aber das: Ärger auf den, der mich schlecht behandelt hat, Bitterkeit, verletzter Stolz, sich übergangen fühlen, Wut über Ungerechtigkeit etc. Menschliche und verständliche Gefühle! Wir sind dann gefangen in diesem Gedankennetz und kommen schwer wieder raus.

Und dann sind wir immer wieder versucht, zu unseren eigenen „Waffen“ zu greifen, mit denen wir dagegen ankämpfen und Lösungen herbeiführen wollen.  Was dabei herauskommt, ist nur leider oftmals nicht das, was Gottes Zielen dient, sondern, was den Zielen des Teufels dient. Von Liebe, Frieden und Ruhe ist da oft weit und breit nichts zu sehen.

Diese Kämpfe kenne ich auch. Man ist innerlich hin- und hergerissen. Da sind die eigenen Gefühle (…man möchte doch am liebsten…), aber da ist auch das Reden Gottes…

Hier spricht mich gerade der obige Vers sehr stark an und fordert mich heraus. Von was will ich mich denn bestimmen lassen? Wem will ich Raum geben?

 

Wir haben doch den Heiligen Geist bekommen, der seine Kraft in uns entfalten will (wenn wir ihn denn lassen)! Was für eine Verheißung!

Ich wünsche mir, dass das immer mehr Realität wird in meinem/unserem Leben. Das fällt mir nicht einfach in den Schoß. Ich muss es mir eigentlich täglich bewusst machen und von ihm erbitten, dass er mich ausfüllt und in Beschlag nimmt: Damit ich durch seine  Kraft besonnen handeln kann und seine Ziele verwirklicht werden (zu erkennen an der Liebe…).

 

Sonnhild Wagner

19. Mai


„Sei gegrüßt, dir ist eine hohe Gnade zuteil geworden!“ (…) „Ich bin die Dienerin des HERRN. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen

Luk. 1, 18 & 38 NGÜ

 

Was für eine Ansprache – und welch‘ eine erstaunliche Reaktion!

Maria stellt eine Frage und antwortet mit obigem Satz.  Sagt nicht „Ich bin zu jung“ oder“ nicht  würdig“.

Sie reagiert aus einer tiefen Demut, tiefem Glauben und Gottvertrauen.  Richard Rohr schreibt dazu „Wenn Jesus das Symbol der Gabe selbst ist, in der wir erkennen, wie Gott eine Gabe schenkt, so ist Maria das Symbol dafür, wie wir die Gabe empfangen und als Schatz bewahren können. Alles, was Gott schenkt, wird immer als absolut unverdiente Gnade erfahren, nie als Bezahlung , Belohnung oder irgendeine Art von Verdienst“.

Ich wünsche uns, dass wir das Geschenk der Gnade mehr und mehr – oder wieder neu – verinnerlichen und annehmen. Die geheimen Bonussysteme unseres (geistlichen) Lebens streichen. Uns lösen von der Versuchung, Gnade – und damit Gott - durch unsere Leistung klein zu machen.

Stattdessen vertrauensvoll, vielleicht sogar neu staunend, freudig und dankbar mit einem „All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren große Gnad und Treu“  - Halleluja!  in den Tag starten!

 

Anja Bachmann

18. Mai

 

Vor unserer Haustüre steht ein Busch der mittlerweile vertrocknet ist (Bild oben).  Unser Parkplatz ist direkt neben dran.

Er sieht nicht schön aus und nervt mich persönlich sehr, da seine vertrockneten Nadeln auf einen rieseln, sobald man einen seiner Äste berührt. Und das kommt unweigerlich vor, wenn man ins Auto ein oder aussteigt.

Mitte letzter Woche war es dann soweit und ich habe eine Gartenschere genommen und einige Äste weggeschnitten, damit man vom Parkplatz aus nicht berieselt wird.

 

Nach meinem Erfolg gegen das, was mich jedes Mal beim Hauseingang gestört hatte, betrachtete ich mein Werk vorgestern erneut. Dabei sind meine Augen einmal auf die andere Seite des Türeingangs gewandert.

Wow, denke ich mir. Dort steht ja ein großer Rosenbusch mit vielen prachtvollen Blüten.

Wer hat… seit wann … wieso ist mir der noch nie aufgefallen?

Offensichtlich ist er schon lange da, denn er ist recht groß und hat einige offenen Blüten.

Scheinbar habe ich mich so sehr von dem vereinnahmen lassen, was mich stört, und dabei das Schöne vollkommen außer Acht gelassen.

In der Predigt heute wurde das Bild gebraucht, dass vor allem in den Tälern die schönsten Landschaften entstehen. Sehr passend.

 

Sowohl der Anstoß in der Predigt als auch die oben beschriebene Begebenheit ermutigen mich sehr, auf die positiven und schönen Dinge zu sehen, die Gott in meine Situation legt.

Römer 8,28 begleitet mich mein Leben lang schon intensiv in dem Zusammenhang:

 

Römer 8,28: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

 

Ich kann Jesus alles Negative abgeben. „Lediglich“ Vertrauen in sein gutes Lenken ist erforderlich. Immer wieder erfahre ich hierbei, wie Gott mir als Antwort darauf einen wunderbaren Frieden schenkt, Zufriedenheit gibt und meinen Blick auf die schönen Dinge lenkt. Die, die Er in mein Leben legt und ich manchmal bis dahin lediglich übersehen habe.

 

Daniel Schweigler

17. Mai

Kontext: 1 Samuel 4-6

Israel ist mal wieder auf Abwegen und verliert eine Schlacht mit den Philistern. Dabei hatten sie extra die Bundeslade aus dem Tempel holen lassen, auf das sie beschützt werden. Zu allem Übel kommt dazu, dass die Philister die Bundeslade dabei erobern und sie in ihr Land, in den Tempel eines Götzen bringen. Über die Beute freuen sich dich Philister zunächst natürlich sehr. Sie kehren nicht von ihrem Götzendienst um und wenden sich dem wahren Gott zu, sondern stellen dieses Symbol des Israelitischen Gottes in die Reihe ihrer Götzen dazu. Synkretismus nennt man die Vermischung von Religionen.

 

Was läuft hier eigentlich falsch, frage ich mich?

Sowohl die Israeliten als auch die Philister versuchen Gott zu instrumentalisieren. Die Israeliten wollen ihn als Waffe benutzen, als Glücksbringer für ihre Zwecke. Die Philister nehmen Ihnen das weg und versuchen dasselbe. Für sie ist Gott wie ein Sklave: Sie besitzen die Bundeslade, also muss er Ihnen dienen.

Gott Schaut dabei nicht tatenlos zu: mehrere Male liegt Die Götzenstatue der Philister beschädigt auf dem Boden. Außerdem sind Krankheiten, Ratten, Tod die Folgen im Land der Philister. Und auf Seite der Israeliten fehlen nun 34000 Soldaten durch die verlorene Schlacht.

 

Gott ist absolut heilig, mächtig, einzigartig, souverän. Er steht über allem und ist kein Wunschautomat, lässt sich nicht instrumentalisieren wie es die Israeliten und Philister versuchten. Er ist der einzige und duldet niemand neben sich.

Und wie sieht es in meinem Leben aus? Vergleichbare Dinge wie Glücksbringer, Horoskop, Aberglaube sind noch Dinge, die recht offensichtlich falsch wären. Folgende Fragen von Tim Keller Finde ich persönlich sehr hilfreich, um Dinge im Leben zu entlarven, die zwischen Gott und mir stehen können:

 

  • Was genau ist mein größter Albtraum? Worüber mache ich mir am meisten Sorgen?
  • Worüber denke ich am schnellsten nach? In welche Richtung gehen meine Gedanken, wenn ich freie Zeit habe? Was nimmt mich ein?
  • Welches gebetet, dass Gott nicht erfüllt, würde dich ernsthaft dazu bringen darüber nachzudenken, dich von Gott abzuwenden?

 

Gott fordert mich persönlich immer wieder heraus, meine Prioritäten neu zu sortieren und zu überdenken. Er möchte Priorität Nummer eins sein und bleiben.

Aber ich merke auch, dass es sich lohnt Ihm darin zu vertrauen und möchte Mut machen, auch heute sich neu auf Gott zu verlassen. Nicht Ihn für meine Ziele benutzen, instrumentalisieren zu wollen sondern von Ihm erfüllen und gebrauchen lassen. Denn in ihm haben wir alles was wir brauchen:

 

Eph  1:3:
"Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns durch ihn mit dem ganzen geistlichen Segen aus der Himmelswelt beschenkt hat."

 

Daniel Schweigler

Photo by Igor Rodrigues on Unsplash

16. Mai

Es ist im Moment alles so merkwürdig.

Ich beobachte Leute, die sind voller Angst und andere haben scheinbar den Eindruck, als wäre es völlig egal, wie wir uns verhalten. Als wäre alles wieder so wie vor der Corona – Zeit. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das nicht immer zusammenbringen kann.

 

Wenn ich an meine Familie und mich denke, dann haben wir bisher diese Zeit ohne große Schwierigkeiten überlebt. Wir haben einen schönen Garten. Wenn das Wetter gut ist, sitzen wir draußen und genießen die Ruhe. Wir haben genügend Platz und stellen fest, wie angenehm das ist, dass man sich zurückziehen kann, bevor es irgendwie zu Spannungen kommt. Ab und zu, wenn ich Zeit habe, dann steige ich auf mein Motorrad und fahre ne Runde. Das ist wirklich entspannend. Es ist alles so normal. Und dann, wenn ich zum Bäcker gehen muss, komme ich nicht ohne Mundschutz oder schwäbisch „Maultäschle“ in den Laden. Leute suchen einen Weg, wie sie mit größtmöglichem Abstand an mir vorbei aus dem Laden kommen. Letztens habe ich jemandem aus Versehen, schließlich hat man das jahrelang so gehandhabt, die Hand gegeben und ich bemerkte den verstörten Blick. Ich war über mich selbst erschreckt und ein bisschen verwirrt. Hab mich tausendmal entschuldigt.

 

Danach kam ich mir schuldig vor. Zurück blieb eine gewisse Verunsicherung. In Psalm 27,11 äußert David die Bitte: "Herr weise mir Deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn…“ Zugegeben, ich kenne den richtigen Weg oft nicht. Manchmal erkenne ich vielleicht den richtigen Weg und biege dann in der Mitte falsch ab. Und manchmal sehe ich das Ziel vor Augen, komme aber irgendwie nicht dorthin.

 

David sagt, wenn wir in Zeiten stecken, die uns verwirren, sollten wir uns von Gott auf den richtigen Weg führen lassen, ihn dafür sorgen lassen, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben und zum Ziel kommen. Gott kann auch uns in der aktuellen Situation den Weg zeigen. Allerdings braucht es dazu unser Vertrauen auf ihn. 

 

Euer Roland    

Photo by Javier Allegue Barros on Unsplash

15. Mai

Ein gutes hat die Zeit der Abschottung doch, oder? Wir haben unsere Ruhe vor den Menschen, die nicht genauso ticken wie wir. Die, die eine andere Kultur haben, ein anderen Lebensstil, andere Gewohnheiten und nicht mit unseren Maßstäben mithalten können. Wenn wir mit jemand Kontakt haben, dann können wir mit denen skypen oder telefonieren, bei denen wir selbst dabei etwas von haben.

So oder ähnlich mag die ein oder andere bequemliche Stimme in mir klingen. Ich persönlich merke, wie es mich immer wieder in die eigene Komfortzone zieht.

 

Boas, ein Landwirt in Israel zur Zeit der Richter, wird mir hier zur positiven Herausforderung. Eine ihm fremde „Schnorrerin“, die aus einem verfeindeten Nachbarland kommt, streift während der Erntezeit durch seine Felder und nimmt von dem, was er hart erarbeitet hat. Unverschämt, oder? Hat das Nachbarland kein eigenes Sozialsystem wo sie unterkommt?

In der Bibel lesen wir, dass Boas  ganz anders gedacht und gehandelt hat.

 

Ruth 2, 8-9
Da sprach Boas zu Rut: Hörst du wohl, meine Tochter? Du sollst nicht auf einen andern Acker gehen, um aufzulesen; geh auch nicht von hier weg, sondern halt dich zu meinen Mägden. Und sieh, wo sie schneiden im Felde, da geh ihnen nach. Ich habe meinen Knechten geboten, dass dich niemand antaste. Und wenn dich dürstet, so geh hin zu den Gefäßen und trinke von dem, was meine Knechte schöpfen.

 

Zunächst hat er sich genau über sie informiert. Anschließend überwindet er alle kulturellen und persönlichen Hindernisse, spricht mit ihr, gibt ihr die Erlaubnis weiter zu sammeln, garantiert ihr Schutz, spricht freundlich zu ihr, gibt ihr darüber hinaus zu essen. Er lebt Nächstenliebe auf besondere Art. Die gesamte Geschichte erhält noch eine wunderbare Wendung, die man im Buch Ruth nachlesen kann. Für mich ist Boas ein neuer Anstoß, mich nicht nur in meinem bequemen Umfeld abzuschotten. Er motiviert mich, mit offenem Herzen auch fremden Menschen in Liebe zu begegnen.

 

Daniel Schweigler

Photo by Warren Wong on Unsplash

14. Mai


Ps. 139, 23+24 Erforsche mit Gott, und erkenne, was in meinem Herzen vor sich geht; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Sieh, ob ich einen Weg eingeschlagen haben, der mich von dir wegführen würde, und leite mich auf dem Weg, der ewig Bestand hat! [NGÜ]

 

Neulich las ich die Geschichte von Bileam und seiner Eselin [4. Mose, 22] und dachte schmunzelnd  „Ein  frühes Assistenzsystem!“ [Assistenzsysteme in Pkws: Spurhalte- oder Abstandsassistent etc.]

Sowohl das Langohr als auch die Assistenzsysteme – es gibt weitaus bemerkenswerte! – erkennen mögliche Gefahrensituationen und greifen aktiv ein. So kann Schlimmeres verhindert werden - wenn der Fahrer dem Impuls folgt.

Beim weiteren Nachdenken fiel mir Psalm 139 ein: schöne Bilder, bekannte, starke Schlussworte.

Ich dachte: „Was, wenn wir diese Worte beten -  und Gott unserer Bitte folgt? Herz und Gedanken erforscht,  erkennt…und…oh! Den eingeschlagenen Weg korrigiert oder gar versperrt?“

Hand auf’s Herz: Begeisterungsstürme wird das vermutlich nicht auslösen. Eher:

„Also, ganz so wörtlich haben wir das nicht gemeint“ Oder „Du hättest ja zuerst was sagen können, Gott!“ wären mögliche Reaktionen.

Vielleicht hat Gott zuvor milder eingegriffen, leiser gesprochen. Wir waren nur zu beschäftigt, das mitzubekommen. Oder haben die Hinweise verdrängt. Permanentes „tun“  - auch für Gott & Gemeinde – kann herrlich zerstreuen und unsere Wahrnehmung blockieren.

Wer mag, kann hier weiter nachspüren. Alternativ der Frage, für welche Kurskorrektur wir Gott rückblickend dankbar sein können.

Ein versöhnliches Schlusswort? Ich versuch’s mit einem Augenzwinkern: Obacht! Beten birgt Risiken und Nebenwirkungen!

 

Anja Bachmann

13. Mai


Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. (Lk 10,39)

 

Mein Kopf ist so voll. Voll von ständig neuen Nachrichten, Updates rund um Corona, neuesten Erkenntnissen der Virologen, interessanten Berichten über Studien, haarsträubenden Ansichten…

Und dann sind da noch die verschiedensten Gottesdienste, Predigten, wertvollen Impulse in Unmengen im Online-Angebot. Ich habe schon viel Gutes gehört… und es würde noch so viel mehr zu Hören geben. Aber, wie gesagt, mein Kopf ist voll von so vielen Worten, die Menschen machen, auch wenn es sehr Gutes ist, was sie sagen. Und dann schwirren die Worte nur noch so im Kopf herum.

 

Im Gegensatz dazu merke ich, wie gut es mir tut, die Worte der Bibel zu lesen und wie ich dabei zur Ruhe komme. Von diesen Worten, die Gott hier zu mir spricht, geht eine  geheimnisvolle Kraft aus, die sogar bis in den Körper hinein zu spüren ist. Es sind Worte, die eine heilsame Wirkung haben, auch wenn sie manchmal sehr herausfordern. Ich will diesen Worten mehr zuhören als anderen, weil sie die Wahrheit sind. Und ich wünsche mir, dass ich dabei immer mehr Einblick bekomme in Gottes Herz und dass er mein Herz berührt und verändert.

Sonnhild Wagner

12. Mai


Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen

Lukas 2,29

 

Als der Maler Rembrandt 1669 starb, stand in seinem Atelier ein unfertiges Bild, das Simeon im Tempel zeigt (siehe z.B.: Tempelbild ). Die Frau im Hintergrund (wahrscheinlich Maria) war bis dahin vom Rembrandt nur vorskizziert worden und wurde nach seinem Tod dann von einem seiner Schüler vollendet. Dadurch enthält das Bild ein eigentümliches Gefälle im malerischen Ausdruck. Während Maria konturenscharf dargestellt ist, verschwimmen einzelne Partien bei Jesus und Simeon zugunsten von Lichtflächen. Auf diese Weise entsteht aus diesem Schärfekontrast - den Rembrandt sicher nicht vorgesehen hatte - der Eindruck, als ob Jesus und Simeon eigentlich einer anderen Welt angehören. 

 

Da man außerdem weiß, dass Rembrandt vor Beginn eines seiner biblischen Gemälde immer die Quelltexte genau gelesen hat, erstaunt auch der Umstand, wie Rembrandt Simeon dargestellt hat. Offenbar kann Simeon - bedingt durch sein Alter - den Säugling  nicht richtig umfassen. Außerdem scheint Simeon blind zu sein. Bei Rembrandt kann Simeon Jesus weder mit den Händen noch mit den Augen erfassen, während er doch spricht: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen!"

 

Vielleicht kann uns dieses Bild sagen: Unsere körperlichen Augen und Hände könnten niemals in diesem Menschen den Heiland erkennen und ihn erfassen; wenn wir aber den Sprung in die Jesus-Gegenwart wagen, kann uns das, was uns in unserer natürlichen Welt unscharf erscheint, klar werden.

 

Matthias Wanner

11. Mai


Flexibilität ist in unserer heutigen Zeit etwas, was sehr häufig eingefordert wird. Vieles ist sehr schnelllebig und kaum hat man sich an das eine gewöhnt, schon ist man wieder veraltet,  hinter dem Stand der Dinge. Bei Technik kann mir das gar nicht schnell genug gehen, im Zwischenmenschlichen empfinde ich schnell wechselnde Meinungen und Einstellungen sehr belastend. In Zeiten von Corona sind wir alle herausgefordert, mit den sich ändernden politischen Ansagen und dem „neuen Alltag“ klar zu kommen.

 

Als ein gefahndeter Diener im Königreich von Saul hat David keinen gewohnten, geregelten Alltag mehr. Überleben ist angesagt und das Kämpfen mit Ängsten. in Psalm 59 lässt er seinen Frust bei Gott ab, erzählt Ihm was für üble Menschen hinter ihm her sind. Auf Mitleid kann er bei denen, die ihn verfolgen, nicht hoffen. Mit einem großen „Aber“ leitet er in Vers 17 seinen Blickwechsel ein, der Blick auf Gott:

 

Ps 59:17-18: "Ich aber will von deiner Macht singen. Jeden Morgen will ich vor Freude über deine Gnade jubeln. Denn du beschützt mich wie eine Burg, eine Zuflucht, wenn ich in Not bin. Du meine Stärke, dir singe ich Loblieder, denn du, Gott, bist meine Zuflucht. Herr, du zeigst mir deine Gnade."

 

Die Umstände oder Sorgen können und dürfen ihm nichts anhaben. Im Gegenteil, David nutzt hier sehr starke Worte wie  jubeln, Freude, singen im Zusammenhang mit Gott.

Und warum? Weil er es ist, der David Stärke, Sicherheit, Zuflucht schenkt.

In der englischen Übersetzung  NIV heißt es, dass Gott seine Burg ist, er kann sich auf ihn  verlassen.

Gott ist zu 100% verlässlich, auch wenn meine Gefühle mir manchmal etwas anderes einreden möchten. Auch in so dynamischen Zeiten wie wir sie heute erleben, Gott ist und bleibt der Selbe, auf ihn können wir uns voll und ganz verlassen.

 

Daniel Schweigler

10. Mai


Eigentlich geht es mir gut!  
Ich habe ein gesichertes Ein- und Auskommen, einen gesunde, äußerst liebenswerte und sehr 
fürsorgliche Ehefrau und kann - obwohl ich eigentlich pensioniert bin – trotzdem noch etwas 
arbeiten und mir ein Zubrot verdienen. 


Dennoch – sie sind da: Die Sorgen. 
Tagsüber, vor allem aber Nachts wenn ich aufwache und grüble … 
Wie geht es weiter, wie kommen wir durch die Corona Krise, was geschieht mit dem Erbe der Eltern 
das jetzt geregelt werden muss, sind wir auch für die echte Rentenzeit abgesichert - und, und, und … 
Immer wieder ertappe ich mich dabei wie ich mich sorge, denke, mache, schaffe und trotzdem eine 
große Ohnmacht nicht alles „managen“ und regeln zu können verspüre. 
Und dann lese ich vor dem Start in den „Home-Office-Tag“ diese Stelle aus

 

1. Petrus 5 – Vers 7: 
Alle eure Sorge werft auf IHN; denn ER sorgt für euch. 

 

So eine tolle Zusage, so ein toller Zuspruch am Morgen – warum vertraue ich nicht IHM.  
Jesus ist gekommen um mich (uns!) zu retten und mir (uns!) zu vergeben. 
ER kümmert sich um MICH.  
Kann es überhaupt etwas Schöneres und Besseres geben …? 
 
Roland Bachmann 

09. Mai


In letzter Zeit habe ich das Buch Richter durchgelesen. Dabei hat mich das Ende des Buches wieder einmal stark getroffen. Wie kann ein Volk das Zeichen und Wunder von Gott erlebt hat, wie kein anderes, Ihn so vergessen und den Rücken kehren? Zu Beginn des Buches dienen die Menschen ihm von ganzen Herzen und sind motiviert. Gegen Ende des Buches herrscht im Volk Israel Anarchie, Chaos, Mord und Tod Schlag. Sehenden Auges wird zugelassen, dass 400 Frauen entführt und zwangsverheiratet werden, ein Stamm Israels wird nahezu ausgerottet und vieles mehr.

 

Ri 21:25: "In jenen Tagen gab es keinen König in Israel; jeder tat, was in seinen Augen recht schien."

 

Und warum? Sie haben Gott vergessen, wollen nichts mit Ihm zu tun haben. Sie gehen ihre eigenen Wege. In steigernden Wellen wird das in diesem Buch sichtbar und sehr früh im Buch sehen wir schon das Problem:

 

Ri 2:10: "Und als auch jene ganze Generation zu ihren Vorfahren versammelt worden war, kam nach ihnen eine andere Generation, die weder vom HERRN wusste, noch von dem Werk, das er für Israel getan hatte."

 

Mit diesem Impuls möchte ich ganz stark dazu ermutigen, die Geschichte sich nicht wiederholen zu lassen.  Ich möchte dazu aufrufen, ALLES daran zu setzen dass die neue Generation in unserer Zeit Gott lieben lernt.

Du bist Mama oder Papa? Bitte Gott (erneut), dass er dir eine ganz neue, gewinnende Art und Weise schenkt deinen Kindern Ihn ans Herz zu legen.

Du bist Oma oder Opa? Gib nicht auf für deine Kinder und Enkel vor Gott einzustehen sowie Zeugnis zu sein von dem, was und wie Gott in deinem Leben gewirkt hat.

Du hast, so wie ich, keine Kinder? Trotzdem denke ich, dass wir eine große Verantwortung haben! Mitarbeit bei Kinderfreizeiten, in der Gemeinde, Kontakt zu Nachbarskindern etc. sind beispielhafte Möglichkeiten. Und vor allem können wir durch das Gebet für die Kinder, Eltern, Großeltern beitragen.

Möge Gott die Herzen dieser neuen Generation gewinnen und sie zu Menschen machen, die ihn lieben.

 

Daniel Schweigler

08. Mai


Passend zur aktuellen Predigtreihe und als Erinnerung des gesagten: Psalm 23.

 

Der gute Hirte

 

1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Übersetzung: Luther 2017

07. Mai


„Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ [Matt. 11, 28 aus HFA]

 

„Mir ist nichts menschliches fremd“. Wer das sagt, hat den süßen und den bittren Kelch des Lebens gekostet.

Wir haben einen Gott, der Mensch wurde. Und dieser Mensch, Jesus, wurde versucht, war wütend, traurig, mitfühlend und ungeduldig. Er war hungrig, ruhebedürftig, erlitt Angst und Verzweiflung…der Abend im Garten Getsemane.

Bei Matthäus heißt es „(…) Traurigkeit und Angst wollten ihn überwältigen“ [26,38).

Markus schreibt „(…) Vor Angst und Grauen gepackt sagte er zu ihnen ‚Meine Seele ist zu Tode betrübt‘.“  [14, 32)

Bei Lukas ringt Jesus so heftig, dass ein Engel ihn stärkte und er mit solcher Anspannung betete, dass „sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte“ [22,39]

Das liest sich schwer und lebte sich gewiss unendlich viel schwerer.

Hier ist nicht die Rede von einem „emotionsloses Überwesen“. Hier begegnet uns einer, dem „nichts menschliches fremd ist“.  Dem selbst das Gefühl der Gottverlassenheit vertraut ist, der Leid durchlebt hat.

Jesus fühlt mit in unser (Corona) Einsamkeit, unseren Ängsten, unserer Enttäuschung, unserer Mutlosigkeit, allem „menschlichen“. Allein das Wissen, verstanden zu werden,  ist wohltuend. Aber er will uns zudem Ruhe geben – wenn das kein Ansporn zum Losgehen ist...!

 

Anja Bachmann

06. Mai


Bedienungsanleitungen

Unwichtig                                          mal ganz nett                                   lebensnotwendig

Was bist du für ein Bedienungsanleitungstyp?

 

A) Unwichtig, hat keine Bedeutung, wird nicht benötigt, fliegt gleich in den Müll. Bis ich mich in den „Tapeten/Büchern“ durch die vielen Sprachen gequält habe, probiere ich es doch gleich selber

B) Ist mal ganz nett, wird fein säuberlich im Ordner abgelegt, dass man im Notfall mal reinschauen kann (Nachschlagewerk)

C) Lebensnotwendig, wird oft benötigt, immer wieder nachlesen wie es geht, weil man so schnell vergisst und sich die einzelnen Punkte nicht merken kann.

 

Gott hat uns als Bedienungsanleitung für das Leben sein Wort, die Bibel gegeben. Wenn Leben in Gottes Augen gelingen soll, dann ist es lebensnotwendig seine Bedienungsanleitung zu lesen. Was bist du für ein Bibellesertyp: unwichtig, mal ganz nett oder lebensnotwendig. Gerade auch wir als Christen benutzen sein Wort doch oft eher als Nachschlagewerk, im Notfall, wenn wir nicht weiterwissen.

 

Gott lädt uns ein zum Lesen, weil er uns liebt und möchte, dass unser Leben gelingt. Seine Bedienungsanleitung findest du unter www.die-bibel.de (Lutherbibel 2017). Beginne am besten mit dem Johannes-Evangelium im Neuen Testament.

 

Wer mein Wort hört und glaubet dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben.

Joh. 5,24

 

Peter Klotz

05. Mai


Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,…

Psalm 46, 2-3

 

Diesen Psalm lernen unsere Kinder diese Woche auswendig. Während des Homeschoolings haben wir Eltern deutlich mehr Einfluss darauf, was unsere Kinder lernen – eine sehr positive Seite von Corona. Diese beiden Verse haben mich wieder sehr herausgefordert sie auch wirklich so zu leben: nämlich in Gott meine Zuversicht zu setzen und nicht auf meine, sondern auf Gottes Stärke zu setzen. Man ist leicht versucht in diesen Zeiten auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen.

 

Aber Gott ist unsere Hilfe in diesen großen Nöten! Sehr viel Furcht bestimmt gerade unser Handeln. Furcht vor Krankheit und Tod. Furcht vor Arbeitslosigkeit und finanziellen Engpässen und Furcht vor Überforderung und Absturz. Furcht ist aber immer ein schlechter Ratgeber! Weil Gott aber unsere Hilfe ist – egal wie groß die Not – deshalb fürchten wir uns nicht. Diese Wahrheit muss mir immer wieder jemand zusprechen. Deshalb ermutige ich Dich heute: Fürchte Dich nicht, denn Gott ist unsere Hilfe – egal in welchen großen Nöten Du gerade steckst!

 

Johannes Weiss

04. Mai


Eine meiner Freundinnen ruft mich gerne an – wenn sie ein Problem hat. Sie bittet um Rat - sie bekommt ihn. Setzt sie ihn um? Naja. Und hat sich die Lage beruhigt, bleibt das Telefon stumm. *Autsch*.

Ich fragte mich: „Wie viele *Autsch* muss(te) Gott einstecken?“ und stromerte durch die Bibel. Ergebnis: Unglaublich viele!

Wie: Gott zu Mose: „Wie lange lästert mich dies Volk? Und wie lange wollen sie nicht an mich  glauben trotz all der Zeichen, die ich unter ihnen getan habe? Ich will sie mit Pest schlagen (…)“

Mose, sinngemäß: „Moment mal! Wenn du das tust, denken andere Völker, du seist schwach. Außerdem, darf ich dich erinnern, bist du geduldig, barmherzig…also bitte, vergib diesem Volk.“

Keck - oder? Und Gott…vergibt! Konsequenzen zieht es nach sich, aber dennoch. (nach 4.Mose 14, 11 ff)

Das hat mich berührt und froh gestimmt: wie unfassbar (gut) Gott ist!

Ich summte nach Micha 7,18 „Wo ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und die Missetaten seines Volkes verzeiht? Der nicht für immer an seinem Zorn festhält, sondern der sich freut, wenn er barmherzig sein kann?“

Danke, dass deine Gnade kein Ende nimmt und dein Erbarmen nie aufhört! (nach Klagelieder 3, 22)

 

Anja Bachmann

3. Mai


Psalm 27,1-5

Von David. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?

 

Dies ist zur Zeit einer der Verse, die ich mir morgens wenn ich aufwache als erstes in Erinnerung rufe. Es gibt niemanden, vor dem ich mich fürchten müsste, noch nicht mal wenn sich ein ganzes Heer gegen mich lagert:

 

Wenn die Übeltäter an mich wollen, mich zu verschlingen, meine Widersacher und Feinde, müssen sie selber straucheln und fallen. Wenn sich auch ein Heer wider mich lagert, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.

 

Mitten in einer Zeit der Angst hat David genau eine dringende Bitte an Gott. Was wird es sein? Bitte um Rettung, um Schutz und körperliche Unversehrtheit?

 

Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.

 

Auch ich komme dann zur Ruhe, wenn ich Gott begegne, wenn er zu mir spricht. Das ist die Ruhe und Zufriedenheit, die sagt: Mir wird nichts mangeln (Ps 23)

 

Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.

 

Renate Weiss

02. Mai


"Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HErr, hilfst mir, dass ich sicher wohne."
Psalm 4,9


Viele Menschen leiden heute an Schlafbeschwerden, was manchmal - aber eben nicht immer - auf einen Mangel an körperlicher Beanspruchung oder an Gesundheit zurückgeführt werden kann. In einigen Fällen hält uns aber eine innere Unruhe davon ab, den ersten Teil des Verses mitsprechen zu können "In Frieden werde ich, sobald ich liege, schlafen" (Elberfelder Übersetzung). Interessant ist der Hintergrund, auf dem dies möglich sein kann.

Die Elberfelder Übersetzung rückt das "allein" vom "du" zum "ich", so dass es dort heißt: "denn du, Herr, lässt mich, <obschon> allein, in Sicherheit wohnen". Mancher Schlaf geht verloren, weil man sich mit den Tagessorgen "allein" fühlt; sie wollen unser letzter Gedanke in der Nacht und unser erster Gedanke am Morgen sein. Damit wollen Sie den Platz in unserem Leben einnehmen, der eigentlich unserem Gott zukommt, der uns auch im "Alleinsein" Frieden geben kann.

 

Matthias Wanner

1. Mai


Was verbindest du mit dem Namen Jesus? Denke ich bewusst darüber nach, kommen mir natürlich einige Charaktereigenschaften und die ein oder andere Bibelstelle in den Kopf. Trotzdem ist meine erste Assoziation eigentlich, dass er mein alltäglicher Freund ist. Jemand, mit dem ich mein Leben bespreche und teile.

Wie ich Passagen aus dem Johannesevangelium  lese, bin ich neu positiv davon überrascht, wie deutlich Jesus aber auch ganz klar betont, wer ist: Gottes Sohn. Gott selbst.

In Kapitel acht ist er mal wieder in der Auseinandersetzung mit den Pharisäern und es geht um seine und ihre Identität. Hier fallen Aussagen wie …

 

Joh 8:12: … "Ich bin das Licht der Welt! Wer mir folgt, wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht haben, das zum Leben führt."

 

Er zeigt weiter auf, dass Gott der Vater ihn in seiner Identität bezeugt. Das tat er durch Wunder, Zeichen und Gottes akustisch hörbare Stimme. In selbigen Kapitel fährt er fort:

 

Joh 8:23: … "Ihr seid von hier unten, aber ich komme von oben. Ihr seid von dieser Welt, aber ich bin nicht von dieser Welt."

 

Jesus stellt sich ganz klar zu Gott Vater und zeigt auf, dass diejenigen, die ihn ablehnen (hier die Pharisäer) eben nicht zu Gott gehören. Der deutliche Höhepunkt ist am Ende des Kapitels:

 

Joh 8:58: "Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich."

 

Die letzten beiden Worte sind eine klare Referenz zum Namen Gottes, den wir aus 2. Mose 3,14 kennen. Vom Kopf her war mir Jesus göttlichkeit zuvor auch schon klar. Aber im lesen diesen Kapitels hat sich mein Herz darüber gefreut daran erinnert zu werden, dass es Jesus ist, der allmächtige Gott selbst ist, der als mein Freund jederzeit an meiner Seite steht.

 

Daniel Schweigler

30. April


Er hatte alles versucht: Gespräche im Garten, spektakuläres Erscheinen &  Versorgen, Wunder, Ansprachen durch Dritte. Erfolglos. Man vertraute und liebte ihn nicht.  Also sandte er seinen Sohn – ein perfektes 1:1 Modell!  - ließ ihn sterben und auferstehen. Räumte so alles Trennende fort: Bahn frei für seine geliebten Geschöpfe!  [nach Joh. 14, 9 &  2. Kor. 5, 18, 19 & 21; P. Yancey]

Und dann? Bleibt er konsequent beim Prinzip Freiwilligkeit. Er wirbt weiter – jetzt zusammen mit uns, ausgerüstet durch seinen Geist.

Und da stehen wir nun: Botschafter an Christi statt, die einladen zur Versöhnung mit Gott. [Vers 20]

Natürlich verbal; in Gottesdiensten, Schriften und mit Aktionen. Aber:

Kann man durch uns auch sehen, erleben und spüren, was das heißt: versöhnt mit Gott zu leben? Dass es „lebenswert“ ist, Gott zu lieben, Jesus nachzufolgen?

Thomas Härry empfiehlt, die Frage nach dem täglichen „Was habe ich heute (ich ergänze: für Gott) zu tun?“ zu ändern in:  „Was für ein Mensch soll ich heute sein? Welche Eigenschaften sollen in der Begegnung mit meiner Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen (…) aufleuchten? Welche Charakterzüge würden Gott ehren?“  

Ich ermuntere zum „Durchkauen“, Schuld bekennen und frohen Mutes neu aufbrechen!

 

Anja Bachmann

29. April


HERR, ich habe erkannt: Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken. (Jeremia 10,23)

 

Normalerweise gehen wir jeden Tag unserer gewohnten Arbeit nach, planen, was wir am Wochenende machen wollen und wo es im Sommer in den Urlaub hingehen soll. Unsere Tage erscheinen vorhersehbar und planbar und es hängt scheinbar alles von uns selbst ab und wie wir die Dinge im Griff haben. Gerade werden wir massiv eines Besseren belehrt!

 

Mein Vater hatte die Angewohnheit zu sagen: „Wenn Gott will und wir leben, werden wir …….. tun.“ (siehe Jak. 4, 15). Als Kind kam mir das komisch vor. Heute kann ich verstehen, warum er das gesagt hat. Sein Leben war von Krankenhausaufenthalten und Kuraufenthalten geprägt und er hat oft erlebt, dass seine Pläne dadurch durchkreuzt wurden. Das hat ihn Demut gelehrt.

Vielleicht ist diese Krise eine Chance, um Demut zu lernen. Eine Demut, die anerkennt, dass nicht wir die Macher sind, dass nicht wir es „in der Hand“ haben, sondern dass Gott alles in der Hand hat. Er schenkt Wachsen und Gedeihen und von ihm kommt auch der nötige Regen. Er lenkt unsere Schritte, er lässt Pläne gelingen oder vereitelt sie. Er will für die Ergebnisse sorgen (für seine Ergebnisse und nicht für unsere). Sollten wir nicht viel mehr alles von ihm erbitten und erwarten und uns und unsere Pläne ganz in seine Hand legen?! Weil er ein liebevoller Vater ist, können wir das auch getrost tun.

 

Sonnhild Wagner

28. April


Haltet fest an der Demut. Denn Gott widersteht dem Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes. 1.Petr.5,5+6

 

In dem althochdeutschen Wort für Demut (diemuoti) stecken die Wörter „dienen“ und „Mut“. Haben wir noch Mut zum Dienen, den Mut uns zu beugen?

Das verstehen wir mehr und mehr, wenn wir erkennen,

1) wer wir sind: selbstgerecht, nur uns im Blick, negative Gedanken und Taten gegenüber anderen, und

2) wer Gott ist: gnädig, barmherzig, gerecht und voll Liebe gegenüber uns.

Beide Aufzählungen sind nicht abschließend. Was fällt Dir noch ein?

Doch Gott will diesen Sinn der Demut in unser Herz pflanzen. Dies macht er durch verschiedene Führungen und Umstände. Und in dem Maße wie wir Demut lernen, lernen wir auch unsere Sorgen auf ihn zu werfen (vgl. 1.Petr. 5,7 – Impuls von gestern). Ja, vielleicht ist Demut erst die Voraussetzung, dass wir bereit sind unsere Sorgen, Nöte, Hilflosigkeiten vor ihn zu bringen. Habe Mut dich zu beugen und ihm jetzt dein Herz auszuschütten.

 

Peter Klotz

 

27. April


Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch. 1.Petr.5,7

 

Für Christen ein sehr bekannter Vers. Aber haben wir auch verstanden, was das bedeutet? Es heißt hier „werfen“, nicht hinbringen oder hinlegen, ablegen, abgeben. Mit „Werfen“ kommt man weiter als nur mit rüberschieben. „Werfen“ bedeutet aber auch Anstrengung, alle Kraft und Geschicklichkeit und Wissen aufwenden, um so weit wie möglich die Sorge von sich weg zu bringen. Und dieses Werfen ist nicht wie beim Werfen mit einem Schlagball oder Tennisball, dass man dem dann hinterhergeht und ihn wieder sucht.

Geworfen heißt: meine Sorge ist von meinem Schreibtisch auf Gottes Schreibtisch „hinaufgeworfen“. Dort liegt sie gut und wird auch bearbeitet (er sorgt für uns!); manchmal vielleicht nicht in der Geschwindigkeit und Art und Weise wie wir uns das vorstellen.

Lasst uns im Vertrauen WERFEN und immer wieder WERFEN lernen. Ich bin da selber immer noch am Einüben.

 

Peter Klotz

Impuls für Sonntag 26.04.2020

Impuls für Samstag 25.04.2020

Da wurde der König sehr froh und ließ Daniel aus der Grube herausziehen. Und sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.

 

Daniel 6,24

 

Interessant, was sich manchmal hinter einem „unscheinbaren“ Satz verbirgt. Liest man nur diesen Vers, so kommt man nicht so einfach darauf, dass sich dahinter eine spannende Geschichte verbirgt. Auch wenn ich jetzt nicht auf diese ganze Geschichte eingehen kann, so weiß ich, dass hier ein Wunder geschehen ist. Daniel wurde wegen seines Glaubens und der Treue zu seinem Gott in eine Grube voller Löwen geworfen. Das grausame Ziel war, Daniel von den Löwen töten zu lassen. Als Daniel im Loch der Grube verschwand und der Deckel drauf gemacht wurde, da war klar wie die Sache läuft. Dass er aber aus dem Loch wieder herausgezogen wurde, unversehrt und ohne dass die Löwen ihn angetastet hätten, das ist ein absolutes Wunder. Etwas, was schon „abgeschlossen“ war, erhält eine neue Wendung, weil Gott eingreift. Gott kann das. Ich habe das einmal sehr stark erlebt.

 

Ich fuhr mit dem Auto, es war Frühling und es hatte etwas stärker geregnet. Es war Sonntagnachmittag. Weil ich abbiegen wollte musste ich etwas bremsen. Mein Auto fing an zu rutschen. Ich rutschte auf eine Mauer zu. An der Mauer stand eine Frau, die mich mit dem Auto auf sich zu rutschen sah. Das Auto hielt nicht an. Sie stand da mit weit aufgerissenen Augen. Ich dachte: Gleich werde ich sie an die Wand drücken. Ich schrie: Herr Jesus hilf! Da wurde mein Auto herumgerissen ca. 1,5 m vor der Mauer. Ich stand andersherum in der Straße. Die Frau war geschockt. Ich war geschockt. Sie sagte es sei alles in Ordnung ich könne weiter fahren. Das tat ich dann auch. Ich dankte Gott von ganzem Herzen, dass er uns beide vor einem schrecklichen Unfall bewahrt hat. Gott kann eingreifen, selbst wenn all unsere Hoffnungen schon zerstört sind. Deshalb setz heute Dein Vertrauen auf ihn.

 

Roland Jung

Impuls für Freitag 24.04.2020

Stille hat viele Gesichter: Die „peinliche Stille“ nach einem fauxpas. Die „beklemmende Stille“, weil es nichts zu sagen gibt. Die „wohltuende Stille“, wenn ein hoher Geräuschpegel abebbt. Das „In stiller Trauer“ Anteil nehmen. In jeder Stille liegt eine Kraft.

In Psalm 62 geht es auch um Stille. David beginnt mit dem Statement: “Meine Seele ist Stille zu Gott, der mir hilft. (…)“  Beim anschließenden Herzausschütten gerät er – so scheint es – in Wallung. Die eigenen Worte lassen ihn nicht unberührt, diese himmelschreiende Ungerechtigkeit...

Mit einem sehr feinem Gespür für die Veränderungen seines Gemütszustandes beginnt, was wir heute als „inneren Dialog“ bezeichnen: Er spricht sich selbst Mut zu (V. 6) „Aber sei nur Stille zu Gott, meine Seele, denn ER ist meine Hoffnung (…)“   [diesen inneren Dialog findet man auch in Psalm 42,6]

Die Seele kommt, ausgerichtet auf/zu Gott, zur Ruhe. Einmal tatsächlich „still“ sein. Nichts tun. Stattdessen ganz präsent sein. Das mag, je nach geistlicher Prägung und Entwicklung, befremdlich scheinen. Siehe Marta vs. Maria.- Meine persönliche Erfahrung – aus der Schwere geboren -: es  lohnt sich.

In jeder Stille liegt eine Kraft.

 

Anja Bachmann

Impuls für Donnerstag 23.04.2020

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand.

 

Sprüche 3,5

 

Ende März habe ich einer langjährigen Arbeitskollegin zum Geburtstag gratuliert (in diesen Zeiten natürlich per Mail) und ihr unter anderem den Vers aus Joh. 14,27 weitergegeben: "Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht."

Neben dem Dank für die guten Wünsche hat mich sehr gefreut, dass Sie mir geantwortet hat, dass ihr in schwierigen Zeiten – gerade auch jetzt – immer wieder ihr Konfirmationsspruch aus Sprüche 3,5 hilft: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.“

Dieser ist ihr in Erinnerung geblieben – und das bestimmt schon über 35 Jahre.

Wohl dem, der sich nicht nur auf seinen Verstand verlassen kann, sondern in dem Herrn einen viel verlässlicheren Partner findet. Das wünsche ich Dir, lieber Leser.

 

Peter Klotz

Impuls für Mittwoch 22.04.2020

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

 

Psalm 23,1

 

Die entscheidende Frage ist: Wer ist mein Hirte? Ist er verlässlich? Meint er es gut mit mir?

Die Antwort heißt: Der Hirte hat den Namen und damit die Eigenschaft „Ich bin, der ich bin“ oder „ich werde sein, der ich sein werde“. Hier steht der Name Jahwe, der den Juden im Alten Testament so heilig war, dass er in der Bibel mit dem Wort Adonai (Herr) ersetzt wird. Und wenn HERR mit großen Buchstaben dasteht, bedeutet das, dass hier das Wort JHWH (Jahwe) hingehört.

 

Mein Hirte ist nicht schwach, er ist der Herr aller Herren und der König aller Könige.

Aber sein Name Jahwe in diesem Vers zeigt mir vor allem: Er ist da. Er lässt mich heute nicht allein und auch morgen nicht.

So wie bei kleinen Kindern alles besser wird, wenn Mama und Papa da sind, wird bei uns alles besser, weil er da ist.

 

Renate Weiss

Impuls für Dienstag 21.04.2020

Anerkennung

 

Ich kann von mir aus nichts tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis nicht glaubwürdig; ein anderer ist es, der über mich Zeugnis ablegt, und ich weiß, dass das Zeugnis, das er über mich ablegt, glaubwürdig ist.

 

... Ehre empfange ich nicht von Menschen,…

 

... Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr Ehre voneinander empfangt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt?

 

Johannes 5:30-32,41,44

 

In der zweiten Hälfte des fünften Kapitels im Johannes Evangelium geht es im Wesentlichen darum, dass Jesus den Ihn anzweifelnden und in-Frage-stellenden jüdischen Schriftgelehrten aufzeigt, warum seine Worte glaubwürdig, wahr und von Gott kommend sind.

 

Es ist vielleicht nur ein Seitenaspekt, trotzdem ist er mir heute sehr stark ins Auge gesprungen: Jesus basiert seine Identität, alles was Ihn legitimiert und alles was er braucht auf seinen Vater im Himmel.

Wenn ich mich selbst unter die Lupe nehme, merke ich, dass mir Anerkennung, Lob, die Meinung von anderen über mich, mein Ruf durchaus wichtig ist. Zumindest, wenn ich ganz ehrlich vor mir selbst bin.

„Ehrenmann“/„Ehrenfrau“ sind Begriffe aus der heutigen Jugendsprache die aufzeigen, dass Anerkennung und Respekt auch in unserer heutigen Kultur in Deutschland wichtig sind. Von wem aber suche ich das? Von wem möchte ich Anerkennung? Wie sehr fehlt mir das jetzt, einer Zeit in der ich durch die beschränken Kontaktmöglichkeiten genau das weniger bekomme?

Auch wenn diese Dinge nicht schlecht sind sondern ja Positives spiegeln sollen, ist es von elementarer Wichtigkeit all seine Identität und Bedürfnisse so wie Jesus auf Gott zu richten.

Von Ihm bekommen wir gesagt: ich liebe dich, du bist unendlich wertvoll und super toll geschaffen in meinen Augen.

„Der Liebesbrief eines Vaters“ (https://www.gottes-wort.com/liebesbrief.html) ist eine sehr schöne Zusammenstellung von Versen, die Gottes liebende Sichtweise über uns aufzeigt.

 

Die Schlussfolgerung für mich daraus, die Ehre von Gott suchen, ist aber nicht nur die eigene Identität. Es bedeutet auch keine Furcht vor meinem gegenüber zu haben, in Liebe die Wahrheit zu bezeugen, mich zu Gott zu stellen.

Möge Gott dir und mir dabei helfen, darin weiter zu wachsen.

 

Daniel Schweigler

Impuls für Montag 20.04.2020

Und die Ägypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecken und die Israeliten aus ihrer Mitte wegführen werde.

 

2. Mose 7,5

 

Seit Beginn der Corona Krise ist es mir ein Anliegen, dass in Deutschland eine Erweckung passiert. Gerade jetzt kommen sehr viele Menschen zum Nachdenken. Wenn alles bisher Bekannte wegbricht, dann kommen auch die eingefahrenen Lebenskonzepte und –wahrheiten ins Wanken. Ich bete aber, dass die Menschen in Deutschland nicht nur ins Nachdenken, sondern auch zur Umkehr kommen. So wie es in unserem heutigen Vers heißt: „innewerden, dass ich der HERR bin“. Wenn die Menschen wirklich ins Nachdenken kommen und dann erkennen, dass eben nicht wir oder der Westen oder die globalisierte Welt der Herr ist, sondern eben nur der HERR wirklich der Herr ist über diese Welt und unser Leben, dann kann auch eine Umkehr stattfinden. Diese Erkenntnis zur Umkehr kann aber nur durch das Wort Gottes passieren. Und hier bist Du, bin ich gefordert: dass wir das Wort Gottes zu Menschen bringen. Gerade durch die vielen guten Online-Angebote gibt es nun sehr viele Möglichkeiten – auch niederschwellig – auf Gott und sein Wort hinzuweisen. Lade doch diese Woche jemanden zum nächsten Online-Gottesdienst ein!

 

Johannes Weiss

Impuls für Sonntag 19.04.2020

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

 

1. Thessalonicher 5,16-18

 

Als ich diese Verse diese Woche gelesen habe, wusste ich, dass sie für mich gedacht sind. Sie sind kein Rat an uns, sondern ein Gebot.
Warum ist es mir in den letzten Wochen oft nicht gelungen, fröhlich und dankbar zu sein? Bei mir ist es so, dass je mehr ich darüber nachdenke, was ich gerade nicht habe, nicht darf, nicht kann, desto unzufriedenes, ängstliches und undankbar wird mein Herz.

Wenn ich aber darüber nachdenke, was ich alles habe, was ich alles darf und was ich alles kann und Gott dafür danke, dann werde ich auch gleich fröhlicher.

Und der zweite Schlüssel ist, dass ich mich ganz fest daran halten will, dass Gott gut ist und es gut mit mir persönlich meint. Woher aber weiß ich das so sicher?

Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. (Johannes 15,13)

Ich bin ihm so wertvoll, dass er für mich gestorben ist. Das ist sein ewiger Liebesbeweis.

 

Renate Weiss

Impuls für Samstag 18.04.2020

... ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.

 

Psalm 17,15b

 

Wer in dieser Corona-Zeit kleinere Kinder hat, weiß spätestens jetzt, dass wir Menschen mit dem Sattwerden unsere liebe Not haben. "Ich bin saaaaatt!" melden zwar auch Kinder, wenn nichts mehr oben rein gehen will; schon nach kurzer Zeit stellt sich bei diesen dann aber entweder "unstillbarer" Tatendrang, der keinen Aufschub duldet, oder - bei Ideenmangel - ein Gefühl von Leere ein ("Mir ist sooo langweilig..."). Bei uns Erwachsenen werden diese Empfindungen normalerweise durch unsere Tagesroutine gedämpft, aber auch uns kann in (corona-bedingten?) "stillen Stunden" das Gefühl überkommen, dass mir - obwohl (oder weil) ich eigentlich vieles (alles?) habe - irgendwas zum Sattwerden fehlt.

Die Bibel sagt uns, dass Gott dem Menschen "die Ewigkeit ins Herz gelegt" habe (Prediger 3,11). Unser Mangelempfinden geht demnach darauf zurück, dass unser Herz durch nichts, was uns an Zeitlichem jemals geboten werden kann, satt werden wird. Deshalb ist die oben genannte Perspektive vom Sattwerden durch das Angesicht Gottes die richtige - nicht nur für Grabsteine.

 

Matthias Wanner

Impuls für Freitag 17.04.2020

Psalm 39 - Sinn meines Tuns

 

»Herr, erinnere mich daran, wie kurz mein Leben ist. Und dass meine Tage gezählt sind, damit ich erkenne, wie vergänglich mein Leben ist. Mein Leben währt nicht länger als die Breite meiner Hand und ist vor dir nur wie ein Augenblick. Nur wie ein Hauch ist jeder Mensch, wie sicher er auch steht. Wir sind nicht mehr als Schatten, und all unsre Geschäftigkeit führt zu nichts. Wir häufen Reichtum an, den ein anderer ausgeben wird.« Mein Herr, worauf kann ich hoffen? Meine einzige Hoffnung bist du. Befreie mich von meiner Schuld, und setze mich nicht dem Spott der Narren aus.

 

Psalm 39,5-9

 

Was ist wirklich wichtig? Worauf kommt es an? Viel zu schnell vergesse ich diese Frage in meinem geschäftigen Alltag oder verdränge sie. Auch der Psalmschreiber sehnt sich danach, ein Leben zu führen, das Bestand hat, das Sinn macht aus Ewigkeitsperspektive.

Die eigenen Kinder zu Hause zu unterrichten, auf die Bedürfnisse von Partner, Kindern oder Mitbewohnern einzugehen, andere zu unterstützen und den Blick für die Nachbarn nicht zu verlieren - das sind Dinge, die Liebe und Anstrengung kosten. Aus Ewigkeits-Perspektive sind sie aber wertvoller als der Reichtum, den wir am Ende des Lebens eh wieder abgeben müssen.

 

Auch in dieser außergewöhnlichen Zeit jetzt lädt Gott uns ein, uns Sinn und Halt zu geben. Von Ostern her kommend können wir mit dem Psalmist sagen „Meine einzige Hoffnung bist du.“

Der, der unser Leben und alles geschaffen hat, ist für dich und mich gestorben, damit wir überhaupt Hoffnung, Identität und Sinn für unser Leben haben.

Worauf kommt es an? Lasst uns unser Leben aus Ewigkeitsperspektive Leben.

 

Daniel Schweigler

Impuls für Donnerstag 16.04.2020

Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

 

Jesaja 60, 2

 

Als ich diesen Vers an Ostersonntag gelesen habe, der als Losung über diesem Tag stand, da war ich echt berührt. Wie treffend und aktuell ist dieser Vers und wieviel Hoffnung schenkt er uns!

 

Viele Menschen – die einen mehr, die anderen weniger – erleben diese Zeit gerade als sehr dunkel. An Ostern feiern wir, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Er hat den Tod und alles Dunkel bereits besiegt; auch das Dunkel, das wir erleben. Er ist als das Licht in die Welt gekommen und die Dunkelheit kann es nicht besiegen!

 

Beim Lesen des Verses kam mir ein Bild in den Sinn: Unsere Erde und darüber Jesus mit ausgebreiteten Armen und in hellem Licht strahlend. Dieses innere Bild bringt für mich so viel Hoffnung, Trost und Freude mit sich. Ich will es mir immer wieder in Erinnerung rufen, gerade dann, wenn andere Bilder oder Gedanken mich niederdrücken wollen. Unser lebendiger Herr hat die Kontrolle über alles, was geschieht, und er hält die Welt und unser Leben in seiner Hand.

 

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! Ich weiß, dass er hoch oben steht, hoch über all dem Staub der Welt! Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

 

Sonnhild Wagner

Impuls des Tages 15.04.2020

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten

 

1. Petrus 1,3

 

Als Familie haben wir sehr schwere Jahre erlebt. Ich wusste manchmal nicht mehr aus noch ein.

Wir wurden ziemlich durchgeschüttelt und ich war manchmal so verzweifelt, dass ich glaubte: Jetzt ist alles vorbei. In dieser Zeit lernte ich eine wertvolle Lektion. Es gibt einen, der die ganze Situation,

so verfahren sie auch scheint, immer noch im Griff hat. Deshalb habe ich mich entschlossen, mein Vertrauen auf ihn zu setzen. Als mir klar wurde, dass Jesus Christus den Tod besiegt hat und ihm damit keine Grenzen oder Begrenzungen auferlegt sind, da schöpfte ich wieder Hoffnung.

 

Dietrich Bonhoeffer schrieb aus der Haft an seinen Freund E. Bethge über Hoffnung und darüber, dass Hoffnung einen Grund oder eine Berechtigung braucht, damit sie sich nicht als bloße Illusion herausstellt. Er schrieb: „Gewiß ist auch die Bedeutung der Illusion für das Leben nicht zu unterschätzen; aber für den Christen kann es sich doch wohl nur darum handeln, begründete Hoffnung zu haben.“

 

Die christliche Hoffnung ist deshalb begründete Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten wieder auferstand. Wenn selbst der Tod seinen letzten Schrecken verliert, weil seine schreckliche Wirkung eingeschränkt wurde, dann haben wir Grund zur Erleichterung und zum Durchatmen. Juristen suchen häufig nach Präzedenzfällen, weil diese Präzedenzfälle häufig Schlupflöcher markieren. Nach Viktor Frankl bleibt in diesem Fall die Ausnahme nicht die Ausnahme, sondern sie wird zur Regel. Als Jesus vom Tod auferstand, hat er einen Präzedenzfall geschaffen, der zur Regel für den wird, der mit ihm in eine Beziehung einsteigt und sich ihm anvertraut. Und, weil Jesus nicht im Grab geblieben ist, hat er Anteil an einer lebendigen Hoffnung. 

 

Es grüßt Sie herzlich Roland Jung

Impuls des Tages 14.04.2020

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist.

 

Psalm 32,1

 

Hilfe….so viel freie Zeit auf einmal! Was tun? Die Couch ächzt unter der Dauerbelastung, die Körpermitte gleicht einem Hefeteig…eine Betätigung muss her! Sinnvoll natürlich, wo käme man sonst hin!

So entrümpelt man Keller, Dachboden, Schränke und Schubladen. Der Besuch am Wertstoffhof gleicht einem Familienausflug. Nur ohne Picknickkorb. Was bleibt, ist das gute Gefühl: „Endlich aufgeräumt!“

Da meldet sich ganz leise eine Stimme „Es gäbe noch mehr aufzuräumen…“

„Ah, du wieder! Nicht jetzt. Geh weg!“ - Es nutzt nichts, die Herzfrequenz steigt. Und mit ihr steigt auch auf: Der Ärger über das Verhalten von X; der Gedanke an das überfällige „Tut- mir- leid“ bei Y; die Unversöhnlichkeit gegenüber Z., usw.

Herzensmüll und Seelenbalast. So lang verdrängt. Jetzt ist die Zeit für einen inneren Frühjahrsputz. „Keine Zeit! “ können sich die wenigsten glaubhaft selbst einreden. Innere Entrümpelung - Palm 32 ermuntert dazu.

Und dann? Um Weisheit bitten. Konsequent bleiben: Mit – vielleicht zitternden Fingern - zum Stift / Hörer greifen und Versäumtes nachholen.

Ganz nach Römer 12, 18 : „Ist's möglich, so viel an euch liegt, habt mit allen Menschen Frieden“.

 

Anja Bachmann

Impuls für Ostermontag 13.04.2020

Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!

 

Offenbarung 21,5

 

Aktuell erleben wir, dass alles anders ist, als wir es sonst gewohnt waren. Manche von uns vermissen das Alte und Gewohnte so sehr, dass es ihnen geht wie den Menschen vor vielen tausend Jahren in Babylon: Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? (Jesaja 43,19). Ich möchte uns allen Mut machen, dass wir uns auf das Neue konzentrieren, das gerade aufwächst – auch in unserer Gemeinde: da erreichen wir mit unseren Gottesdienste gerade mehr Menschen als jemals zuvor. Da gibt es einen Gemeindebrief der gedruckt und ausgetragen wird für alle ohne digitalen Zugang. Wir erreichen mit unserer Gemeinde plötzlich Menschen in China und in anderen Ländern, die wir bislang gar nicht erreichen konnten. Quasi über Nacht ist eine Lobpreisband entstanden, die unsere Gemeinde bereichert. Beim digitalen Gemeindegebetsabend sind neue Leute dabei, die sonst noch nie gekommen sind. Zu den mittlerweile vielen digitalen Angeboten lassen sich Menschen viel leichter einladen, als zu normalen Veranstaltungen vor Ort. Ja, manches wird an diesen Ostern auf den Kopf gestellt. Steffen Kahl hat dies sehr eindrücklich zum Ausdruck gebracht: https://www.youtube.com/watch?v=q-AT3Tc0oIU Lasst Euch auf das Neue ein und beobachtet wie es wächst.

 

Johannes Weiss

Impuls für Ostersonntag 12.04.2020

Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.

 

Johannes 14,19

 

Jesus will noch viel mehr als dass wir Corona überleben! Er will, dass wir ewig leben.

Corona zu überleben bedeutet nicht, ewig zu leben. Irgendwann müssen wir alle sterben.

Der einzige, den der Tod nicht festhalten konnte, war Jesus. Er ist vom Tod auferstanden. Er lebt – für immer und ewig! Und er will, dass auch wir leben sollen – für immer und ewig!

 

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

 

Auf dem Grabstein meiner Großmutter steht der folgende Ostervers von Christian Fürchtegott Gellert:

 

Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt und wird auch mich
von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht;
dies ist meine Zuversicht.

 

Renate Weiss

 

Impuls für Karsamstag 11.04.2020

Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

 

Psalm 34,5

 

Was für ein toller Vers. Er hat mich wieder herausgefordert: Suche ich wirklich den Herrn in dieser Corona-Zeit (und darüber hinaus)? Den Herrn suchen, das ist unsere erste wirkliche Aufgabe. Und ich habe es vor wenigen Tage selbst erlebt: …antwortete er mir… Ja, Gott antwortet wirklich, wenn wir ihn suchen. Ich war sehr unruhig über einer Sache und konnte tagelang nicht schlafen. Da habe ich eines Nachts Gott gesucht und im Gebet die Sache vor ihm ausgebreitet und ihn um neuen Frieden in meinem Herzen gebeten. Am nächsten Morgen hatte ich tatsächlich diesen Frieden im Herzen. Die Sache war zwar nicht gelöst oder aus der Welt geschafft, aber ich hatte diesen unendlich wertvollen Frieden in meinem Herzen. Es stimmt: …errettete mich aus aller meiner Furcht. Gott hilft uns definitiv aus unserer Furcht. Er löst auch unsere Probleme – so wie er es für richtig hält und immer genau nach seinem Zeitplan. Und in der Zwischenzeit errettet er uns aus unserer Furcht. Oft sind ja unsere Ängste viel größer als die Dinge vor denen wir uns fürchten: z.B. Spinnen. Mit diesem Frieden im Herzen wird dann auch der folgende Vers wahr: Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude(Psalm 34,5a)

 

Johannes Weiss

Impuls für Karfreitag 10.04.2020

Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied.

 

Johannes 19,30

 

Dass Jesus den Kreuzestod erlitt, ist für manche das Zeichen, dass er - wie auch seine grundsätzlich wohl guten Ideen wie die Menschen besser zusammenleben könnten - an der harten Realität gescheitert sind. Andere sehen zwischen seinem Tod und Gott insoweit eine Verbindung, als dass Gott mit dem Tod seines Sohnes anzeigt, dass er mit uns Menschen zumindest mitzuleiden bereit ist, sich also selbst nicht vom Leiden ausnimmt. Wenn aber Jesus ruft "Es ist vollbracht!" (griechisch: Tetelestai) so ist dies kein Ausdruck der Rückschau im Sinne von: "Jetzt hab ichs hinter mir!". Vielmehr durchbricht das Tetelestai (griech.: telos = Ziel) die Schranke zum Ziel, vollumfänglich. Sein Ausruf ist der Durchbruch: "Alles ist erfüllt!", "Jetzt ist es erreicht!" und: "Es ist alles bezahlt!".

 

Matthias Wanner

Impuls für Gründonnerstag 09.04.2020

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.

 

Hebräer 4,15 (LUT)

 

Lasst uns also unerschütterlich an unserem Bekenntnis zu Jesus Christus festhalten, denn in ihm haben wir einen großen Hohenpriester, der vor Gott für uns eintritt. Er, der Sohn Gottes, ist durch den Himmel bis zu Gottes Thron gegangen. Doch er gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen und zu keinem Mitleiden fähig sind. Jesus Christus musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt. Er tritt für uns ein, daher dürfen wir voller Zuversicht und ohne Angst vor Gottes Thron kommen. Gott wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen.

 

Hebräer 4,14-16 (HFA)

Impuls des Tages 08.04.2020

Die Schlange und das Kreuz

 

Wir und die Menschen heutzutage benötigen die Rettung Gottes mehr denn je zuvor. Schon allein in diesem Jahr hören wir von Unruhen (z.B. Tod von Soleimani), die Klagen über die Zerstörung unserer Umwelt (Fridays For Future), viele Tote und Kranke durch die aktuelle Pandemie. Die Auswirkungen der Sünde in dieser Welt sind täglich greifbar und auf das Abwenden der Menschen von Gott, den Sündenfall, zurückzuführen.

In 4. Mose 21 lesen wir, dass in der Wüste einige Israeliten durch den Biss einer Giftschlangenart sterben. Das Volk wendet sich wieder zum Herrn und bekommt folgende Rettung:

 

Und Mose bat für das Volk. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine feurige Schlange und befestige sie an ein Panier; und es soll geschehen, wer gebissen ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben!

 

4. Mose 2,8

 

Hier geht es nicht um einen Impfstoff oder ein Heilmittel, es ist lediglich das Vertrauen auf Gottes Zusage, der Blick auf die Schlange am Pfahl („Panier“). Neben diesem Tatsachenbericht ist es gleichzeitig eine großartige bildhafte Vorausschau für uns mit Jesus am Kreuz. Gott schenkt Rettung durch das Vertrauen in ihn. Unser Blick ans Kreuz ist zwar keinen Impfstoff gegen Corona, aber es löst das Kernproblem: die Trennung durch die Sünde zwischen Gott und mir persönlich.

Lasst uns neu auf Gott schauen, Ihm Vertrauen schenken, Ihm alles abgeben was uns persönlich und was uns als Gesellschaft von ihm trennt.

 

Daniel Schweigler

Impuls des Tages 07.04.2020

Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! Betet zugleich auch für uns, auf dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir vom Geheimnis Christi reden können…

 

Kolosser 4,2-3a

 

Seid beharrlich im Gebet – das fallen uns gerade viele Sorgen und Nöte ein, für die wir beten. Und Gott hat zugesagt: Er hört und kümmert sich um unsere kleinen und großen Sorgen.

(…) und wacht in ihm mit Danksagung! Wir haben Jesus, der uns tröstet. Wir wissen, dass wir bei ihm sind, wenn wir sterben. Wir müssen keine Angst haben, dass wir morgen nichts mehr zu essen haben. Wir haben pro Einwohner mehr Krankenhaus- und Intensivbetten als fast alle anderen Länder der Welt. Jeder Kranke konnte bisher behandelt werden. Wir haben eine Krankenversicherung. Wir dürfen draußen spazieren gehen. Wir können und dürfen online Gottesdienste und Gebetstreffen abhalten.

Betet zugleich auch für uns, auf dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir vom Geheimnis Christi reden können(…)

Bitte betet diese Woche für das deutschlandweite Gebetstreffen www.deutschlandbetetgemeinsam.de und für die Gottesdienste, die wir an Karfreitag und Ostern online senden, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir vom Geheimnis Christi reden können…

Gerne auch heute Abend gemeinsam im Gebetstreffen um 20 Uhr.

 

Renate Weiss

Impuls des Tages 06.04.2020

Gottes Leitung - auch in Not

 

Darum bete jeder Getreue zu dir in der Zeit der Not; wenn gewaltige Wasser strömen, ihn werden sie nicht erreichen. Du bist mir Schutz, vor Not bewahrst du mich, mit Jubelgesängen der Rettung umgibst du mich. Sela Ich will dich lehren und dir den Weg weisen, den du gehen sollst, ich will dir raten, mein Auge wacht über dir. Seid nicht wie ein Ross, wie ein Maultier, ohne Verstand, nur mit Zaum und Zügel ist sein Ungestüm zu bändigen, sonst kommt es nicht zu dir.

 

Psalm 32, 6-9

 

Wer kennt es nicht? Die Situation im Leben, bei der wir ratlos sind, vor einer Entscheidung stehen, einfach nicht wissen wie es weitergeht. Das Leben stellt uns so viele Fragen und besonders in der jetzigen Zeit brauchen wir Weisheit, Antworten, Halt.

Ich will dich lehren und dir den Weg weisen, den du gehen sollst, ich will dir raten, mein Auge wacht über dir.

Dieser Vers wurde mir in einer Situation zu gesprochen, in der ich größere Lebensfragen zu klären hatte. Er gibt mir Ruhe und Gelassenheit wenn ich mich daran erinnere. Im Kontext sehen wir, dass es auch hier um Schwierigkeiten geht, und wie Gott sich dem Psalmschreiber als mächtiger Retter erwiesen hat. Auch in meinem Leben kann ich rückblickend sagen, dass Gott wunderbar durch Phasen der Ungewissheit und der Entscheidung geführt hat. Und auch an dem heutigen Tag hat er dein und mein Leben im Blick, sorgt sich um uns. Die Herausforderung und Frage an dich und mich ist, ob ich das denn möchte. Lasse ich mich leiten, und bringe das dafür notwendige Vertrauen auf? Entscheide ich mich ganz bewusst dafür, die Dinge, die mir vielleicht den Schlaf rauben, echt loszulassen und Gott abzugeben? Oder versuche ich alles krampfhaft fest zu halten, selbst zu regeln, gebe die Züge Gott nicht ab und bin wie ein bockiges Tier (V. 9)?

Diese Verse helfen mir, mich zu entspannen, loszulassen, meinen Blick weg von den Schwierigkeiten und neu auf Gott zu richten.

 

Daniel Schweigler

Impuls des Tages 05.04.2020

Und noch etwas sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde darin eins werden, um etwas zu bitten – was immer es auch sei – , dann wird es ihnen von meinem Vater im Himmel gegeben werden.

 

Matthäus 18, 19 – NGÜ

 

Was für eine riesige Verheißung spricht Jesus hier aus! „Wenn zwei von euch hier auf der Erde darin eins werden…“ Das ist eine Verheißung für seine Gemeinde, seine Kinder. Wenn wir als seine Kinder eins werden, wenn wir nicht mehr auf das Trennende sehen, sondern uns zu einer Einheit verbinden und gemeinsam vor unseren Herrn treten mit einer Bitte, dann wird er unsere Bitte erhören. Wie schwer fällt uns das oft schon in den eigenen Reihen. Aber wenn wir eins werden über die Konfessionsgrenzen und unterschiedlichen Prägungen und Gemeindegrenzen hinweg, dann ist das ein gewaltiges Zeugnis in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt! Und damit geben wir Gott die Ehre und bewegen seinen Arm! Denn unser Land braucht unser Gebet, braucht Gott so sehr!

Deshalb lasst uns gemeinsam für unser Land beten und bei der Initiative mitmachen: https://deutschlandbetetgemeinsam.de/

Hierin wird aufgerufen zum gemeinsamen Gebet für Deutschland am Mittwoch, 8. April, von 17.00 bis 18.30 Uhr. Details könnt ihr unter dem Link nachlesen.

 

Sonnhild Wagner

Impuls des Tages 04.04.2020

… und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.

 

Psalm 50,15

 

Dieser Vers hat mich vor ein paar Tagen im Kindergottesdienst auf www.swdec.de besonders angesprochen. Natürlich kannte ich den ersten Teil schon in- und auswendig. Aber der zweite Teil „und du sollt mich preisen“ hat mich ganz neu berührt. Natürlich war und ist mir klar, dass ich mit allen meinen Anliegen jederzeit zu Gott kommen kann, aber dass daran eine komplementäre Handlung von mir geknüpft ist, hat mich nicht mehr losgelassen. Denn wenn Gott handelt und eingreift und errettet, dann sollen wir ihn auch preisen. Wie oft vergesse ich das? Wie oft vergisst Du das? Ich will mir ganz neu vornehmen Gott für sein Eingreifen und Handeln zu danken und zu preisen! Beim Vorbereiten habe ich noch entdeckt, dass dieser Notrufnummer Gottes noch dieser Halbsatz vorangeht (Vers 14): „Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde,…“ Es ist also sehr klar, dass Gottes Erretten Hand in Hand geht mit unserem Dank und Lobpreis. Ich möchte ganz neu Gott die Ehre für Seine Hilfe geben! Nimm Dir heute einen Moment Zeit und gib Gott die Ehre.

 

Johannes Weiss

Impuls des Tages 03.04.2020

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

 

Psalm 91,4a-6

Was mir wirklich hilft, die Botschaft eines Verses zu verinnerlichen ist, mich ganz lange mit diesem Vers zu beschäftigen. Also habe ich manche Verse von dem Psalm, den wir gerade auswendig gelernt haben mit dem Pinsel geschrieben und gestaltet.

 

Renate Weiss

Impuls des Tages 02.04.2020

Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? (Jesaja 40,13) Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« (Hiob 41,3)

Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

 

Römer 11,34-36

 

Ich nehme durch diese Krise viel stärker und neu wahr, dass wir unser Leben nicht in unserer Hand haben. Das macht mich neu ehrfürchtig. Eine sehr alte, lungenkranke Person in unserer Verwandtschaft wurde im Wartezimmer von einem an COVID19 Erkrankten Patienten angehustet – und blieb gesund. Ein junger Familienvater aus unserem Bekanntenkreis dagegen verstarb letzte Woche ohne Vorerkrankung plötzlich an seinem Schreibtisch.

Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will. (Psalm 115,3)

Der eigentliche Trost ist, dass dieser souveräne Gott für uns ist – er ist nicht gegen uns.

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? (Römer 8,31a-32)

 

Renate Weiss

Impuls des Tages 01.04.2020

Jesus Christus spricht: Wachet!

 

Markus 13, 37

 

Dieser Vers ist der Monatsspruch für den nun hinter uns liegenden Monat März. Immer wieder habe ich über diese Aufforderung Jesu nachgedacht, die ausgerechnet über diesem Monat steht, in dem auch bei uns diese Krise so richtig ihren Anfang nahm. Wir finden diese Aussage Jesu in seiner Endzeitrede. Er schärft seinen Jüngern ein, dass sie die Zeichen der Zeit beachten sollen und wachsam bleiben sollen. Das gilt für alle seine Nachfolger, auch für uns!

Diese Krise, egal wie wir sie deuten oder einordnen, hat für mich einen „Wachrüttel-Effekt“. Uns Christen in der westlichen Welt geht es äußerlich so gut, wofür wir von Herzen dankbar sein können. Aber all die Dinge, die unser Leben so sehr ausfüllen, sei es die Arbeit, die ganzen Verpflichtungen, die vielen Freizeitmöglichkeiten, die Medien etc., sie können uns so sehr einlullen und in Beschlag nehmen. Ich wünsche mir für mich und uns alle, dass wir wachsam sind, dass wir uns Zeit nehmen für das, was absolute Priorität hat: Zeit für Jesus, Zeit zum Hören auf ihn, zum Reden mit ihm und Zeit für sein Wort, das uns Orientierung gibt. Und dann lasst uns handeln und tun, was er uns aufträgt, getragen vom Gebet für diese Welt und ihre Menschen. Sie brauchen es so nötig, dass sie wachgerüttelt werden und wieder anfangen, nach Gott zu fragen und ihn zu suchen. Denn wer Jesus hat, der hat das Leben!

 

Sonnhild Wagner

Impuls des Tages 31.03.2020

Coronavirus – Gott hält Gericht oder Gott kommt als Licht?

 

Schon die großen Propheten des Alten Testaments (Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel) haben auch das Gericht Gottes über die verschiedenen Völker angekündigt.

Und heute? – Hält Gott Gericht unter den Völkern durch das Coronavirus? Ich weiß es nicht.

Ich denke aber eher NEIN! Im Neuen Testament sagt Jesus selber:

„Denn Gott hat seinen Sohn (Jesus) nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“  (Johannes 3,17)

„… denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.“
(Johannes 12,47b)

Jesus lädt dich ein – gerade in dieser besonderen Zeit – zu ihm zu kommen, an ihn zu glauben, dich von ihm retten zu lassen. Anders ausgedrückt: von der Finsternis ins Licht zu kommen.

Coronavirus – ein Zeichen für Dich, die Finsternis zu verlassen und das Licht in Jesus zu suchen und zu finden?!!
Mehr Licht gibt’s im Johannes-Evangelium unter www.die-bibel.de (Lutherbibel 2017).

 

Peter Klotz

Impuls des Tages 30.03.2020

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,

 

Psalm 73,23 LUT

 

Auch wenn Du nicht immer verstehst, was gerade um Dich herum passiert, so ist es doch wichtig, vertrauend an Gott festzuhalten. ER ist da. Gott hilft vielleicht nicht immer sofort. Er hilft, dann wenn seine Zeit gekommen ist. Deshalb ist Ausdauer und Hoffnung gefragt. Gott hat noch nie sein Wort gebrochen, deshalb setz Dein Vertrauen auf ihn.

 

Roland Jung

Impuls des Tages 29.03.2020

Der HERR hat‘s gegeben, der HERR hat‘s genommen, der Name des HERRN sei gepriesen. Bei alldem sündigte Hiob nicht, und er sagte nichts Törichtes gegen Gott.

 

Hiob 1,21-22

 

Mein Opa wurde diese Woche begraben, viele belastende Nachrichten begleiten mich in den letzten Wochen. Ich merke wie dringend es für mich an der Zeit ist, mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren.
Hiob machte in kürzester Zeit viel mehr durch als wir uns überhaupt vorstellen können. Und trotzdem gibt er Gott die Ehre, er ist sein Halt und Trost. Im Buch Hiob sehen wir, dass wir Gott in aller Deutlichkeit all unsere Last abgeben dürfen, er sieht unser Leid, Sorgen und unsere zerstörten Träume. Er wartet nur darauf, dass wir ihm das alles in die Hände geben.

Als Christen haben wir zusätzlich folgende Zusage:

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten dient, ihnen, die nach seiner freien Entscheidung berufen sind. (Römer 8,28)

Lasst uns alle unsere bisherigen Ziele und Träume Gott abgeben und Ihm das Steuer unseres Lebens überlassen. Das Ende von Hiobs Geschichte zeigt uns: Gott macht alle Dinge viel besser als wir es uns je vorstellen und erträumen könnten.

 

Daniel Schweigler

Impuls des Tages 28.03.2020

Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!

 

Jesaja 41,13

 

Vor zwei Wochen, als sich die Corona-Krise bereits abzeichnete, hatte mein Freund Geburtstag. Er ist Allergie-Asthmatiker, seine Frau körperlich so beeinträchtigt, dass es kaum vorstellbar ist, wie die turbulente und für Jesus sehr engagierte Familie (inklusive Pflege-Kleinkind) zurecht kommen könnte, wenn er Corona-infiziert und einem schwereren Verlauf ausgesetzt werden sollte. Wir Menschen haben dieser Angst nichts entgegen zu setzen. Gott aber setzt sich selbst dagegen: Denn ich bin der HERR, dein Gott.

Es war für mich - und wohl auch für meinen Freund - ein schönes Zeichen, dass YouTube diese Wahrheit auch durch Menschen weitergibt, die aus derselben geographischen Weltregion wie das Virus stammen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=8IbljRVol9Q

 

Fürchte dich nicht, spricht unser Gott, fürchte dich nicht, ich bin mit dir, ich helfe dir! Denn ich bin der Herr, dein Gott, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht! (nach Jes 41,13) Der weitere Text der Chormusik im YouTube-Video findet sich in Ps 91,7.

 

Matthias Wanner

Impuls des Tages 27.03.2020

Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

 

Matthäus 6,9-13

 

Wie oft haben wir diese Verse in unserem Leben schon gebetet? Und wie oft kam es wirklich von Herzen? Das als „Vater unser“ bekannte Gebet wird mir in diesen Tagen besonders wichtig und erhält eine ganz neue Bedeutung in der aktuellen Phase für uns. Dein Wille geschehe. Können wir das auch im Angesicht dieser Krise sagen? Können wir es akzeptieren, dass Gott souverän handelt und auch dieses Virus zugelassen hat? Vertrauen wir, dass Gottes zusagen trotzdem gelten und er uns auch jetzt versorgt - in und durch die schwierigen Zeiten? Unser tägliches Brot gib uns heute - Tag für Tag! Diese Bitte findet an anderer Stelle in der Bibel Ihre Antwort:

Matthäus 6:33-34: Trachtet vielmehr zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles dazugegeben werden. Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Last.

Ich sehe hier nicht nur die Aufforderung, alle Sorgen Gott abzugeben, sondern auch die Zusage, dass ER sich um uns kümmert.

 

Daniel Schweigler

Impuls des Tages 26.03.2020

Herr, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist.

Nehemia 9,6

 

In den letzten Tagen haben mich beim Spazierengehen die vielen kleinen grünen Knospen, die aus den Zweigen sprießen, daran erinnert, wie groß und mächtig unser HERR ist. Er ist es, der das alles so wunderbar erschaffen hat! Er ist es, von dem alles Leben kommt und er hört nicht auf, Leben hervorzubringen und seinen Segen auszuschütten. Das zeigt mir inmitten aller Unsicherheiten um uns herum, wie verlässlich und treu Gott ist. Er steht zu seiner Schöpfung und zu seinen Geschöpfen und er hat die Kontrolle. Das macht mich getrost.

 

Sonnhild Wagner

Impuls des Tages 25.03.2020

Solches habe ich mit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

Johannes 16,33

 

Angst - Unsicherheit - Hilflosigkeit - Hoffnungslosigkeit - Mutlosigkeit - Verzweiflung

 

Einige Begriffe die Dir vielleicht in diesen Tagen auch schon durch den Kopf gegangen sind. Offene Fragen, wie soll alles werden? Angst vor eigener Ansteckung, Angst um den Arbeitsplatz, Angst den eigenen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können, Angst um Angehörige und Freunde.
Unsere bis vor kurzem gewohnte und gelebte Sicherheit, das Gefühl alles im Griff zu haben, nichts kann mich erschüttern ist plötzlich verflogen.

 

Jesus macht seinen Nachfolgern nichts vor: Ihr habt Angst in der Welt! Das ist eine Tatsache. ABER: Ihr dürft getrost sein, denn ich habe diese Welt mit Ihrer Angst überwunden. Und diesen meinen Frieden habe ich Euch, meinen Nachfolgern, bereits gegeben.

Ja, auch Christen haben Angst. Doch sie dürfen wissen, wo Frieden ist: bei Jesus! Er hat ein offenes Ohr für deine Ängste. Er geht mit – gerade auch durch Schwierigkeiten. Und er kennt Dich! Ja, er liebt Dich! Rede mit ihm! Du hast das noch nie gemacht? Sprich zu ihm wie mit einem guten Freund und sage ihm was Dich bewegt. Und wenn du mehr wissen willst von ihm, dann lies das Johannes-Evangelium unter www.die-bibel.de (Lutherbibel 2017). Jesus gebe dir seinen Frieden!

 

Peter Klotz

Impuls des Tages 24.03.2020

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.


Epheser 5,19-20

Heute ist der Impuls ein Praxistipp: Lasst uns heute eine Zeit zum Singen nehmen! Das ermutigt uns immer. Wir (Familie Weiss) beginnen jetzt jeden Schultag zu Hause mit einem Lied für Jesus. Schaltet Euch heute eine Musik mit Lob- und Dankliedern an und singt dazu. Hier noch ein ganz besonderes Mutmachlied von Paul Gerhard:

 

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

Impuls des Tages 23.03.2020

Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Johannes 14,27

 

Jedes Mal, wenn wir die Nachrichten besonders aus Italien an uns heranlassen, sind wir zutiefst erschüttert. Wie können wir heute Frieden in unseren Herzen spüren? Paulus hat uns im Brief an die Philipper eine „Anleitung“ geschrieben: Freut euch, was auch immer geschieht; freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid! Und noch einmal sage ich: Freut euch! Seid freundlich im Umgang mit allen Menschen; ihr wisst ja, dass das Kommen des Herrn nahe bevorsteht. Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. Dann wird der Frieden Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid. (Philipper 4, 4-7 NGÜ)

 

Renate Weiss

Impuls des Tages 22.03.2020

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psalm 121,1-2

 

Woher erwarten wir jetzt in der Coronakrise unsere Hilfe? Von einem Impfstoff? Worauf verlassen wir uns zuallererst? Auf unser Gesundheitssystem?
Glauben und Beten kommt nicht dann, wenn wir alle unsere Möglichkeiten ohne Gott ausgeschöpft haben. Unsere Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Was bedeutet das für mein Verhalten jetzt? Halten wir es wie Luther:
Martin Luther schrieb 1527 während der Schwarzen Pest:
Ich will Gott bitten, dass er uns gnädig sei und es abwehre. Danach will ich auch räuchern, die Luft reinigen helfen, Arznei geben und nehmen, Orte und Personen meiden, wenn man mich nicht braucht, damit ich mich selbst nicht vernachlässige und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiftet und angesteckt werden und ihnen so durch meine Nachlässigkeit eine Ursache des Todes entsteht …“

 

Renate Weiss

Impuls des Tages 21.03.2020

Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft vor wem sollte mir grauen?
Psalm 27,1

 

„Es ist ernst“, sagte die Kanzlerin diese Woche. Und das ist es auch. Aber es ist jetzt nicht die Zeit, sich zu fürchten oder Angst zu haben. Gott ist unseres Lebens Kraft und wir werden hier auf dieser Erde ganz genau so lange leben wie er es schon immer gewusst und geplant hat. Lasst uns als Gemeinde heute füreinander und gegen die Angst beten, die immer wieder in uns hochkriecht. Wir haben allen Grund zur Hoffnung. Vor wenigen Wochen in der Predigt über Lukas 21 haben wir gehört, was die richtige Reaktion für uns ist: Kopf hoch! Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lk 21,28 Predigt vom 08.12)

 

Renate Weiss

Impuls des Tages 20.03.2020

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.
Jesaja 54,10

 

Als ich heute Morgen Gott fragte, welchen Vers er heute hier möchte, fiel mir diese Bibelstelle ein. Bitte lest mal das ganze Kapitel! Es ist eine Aufforderung, dass wir Platz schaffen sollen für mehr Menschen. Es ist die Verheißung einer neuen Gnadenzeit! Gott hat für uns einen größeren Plan als nur gesund zu bleiben. Er sieht ja auch, dass unser aller Leben ewig weitergehen soll – auch das Leben der anderen Menschen in Sindelfingen. Lasst uns für Sindelfingen beten!
Renate Weiss